Movie Andre Lorde – The Berlin Years, 24.05. in Kiel

The laDIYfest Kiel proudly presents a Screening of the movie:
- Audre Lorde – The Berlin Years -

„It is not our differences that divide us. It is our inability to recognize, accept, and celebrate those differences.“ Audre Lorde

German:
Audre Lordes prägnante, leidenschaftliche und immer brilliante Texte und Vorträge defnierten und inspirierten in den 1970ern und 1980ern feministische, lesbische, Afro-Amerikanische und “women of color Bewegungen“ in den USA, sowie weltweit. Audre Lorde – the Berlin Years 1984 to 1992 dokumentiert ein bisher unbekanntes Kapitel aus Lordes Leben: ihren Einfuss auf die politische und kulturelle Szene in Deutschland in einem Jahrzehnt tiefen sozialen Wandels.
Der Film hebt die Wichtigkeit von Audre Lordes Werk hervor, durch das Afro-Deutsche dazu ermutigt wurden, in einer Gesellschaft auf sich aufmerksam zu machen, in der sie bis dahin isoliert und schweigend gelebt hatten und in der sie weder einen Raum noch einen Namen für sich selbst besaßen. Er berichtet darüber, wie Lorde sowohl die Afro-deutschen Frauen darin bestärkte, zu schreiben und zu publizieren, als auch die weißen deutschen Frauen dazu herausforderte, die Bedeutung ihrer weißen Privilegien zu erkennen und mit Unterschiedlichkeiten auf konstruktive Weise umzugehen. Bislang unveröffentlichtes Archivmaterial und aktuelle Interviews verdeutlichen den fortwährenden Einfuss von Lordes Werk, Ideen und Persönlichkeit.
Zum ersten Mal erlauben persönliche Video- und Audioaufzeichnungen von Dagmar Schultz einen tiefen Blick in das Leben der privaten Audre Lorde, als auch in ihr Ziel, dass Afro-Deutsche sich gegenseitig erkennen und verbinden. Kommt vorbei:

Mittwoch, 24. Mai 20:00 – 22:00
hansa48, Kiel

English:
Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992 focuses on Audre Lorde’s relation to the German Black Diaspora, her literary as well as political influence, and is a unique visual document about the times the author spent in Germany.
The film is also for coming generations a valuable historical document of German history, which tells about the development of an Afro-German movement and the origins of the anti-racist movement before and after the German reunification. The film relates the beginnings of these political debates and therefore facilitates a historical analysis and an understanding of present debates on identity and racism in Germany.
For the first time, Dagmar Schultz’s archival video- and audio recordings and footage will be made available to a wide public.
The film represents an important addition to the documentary “A Litany for Survival: The Life and Work of Audre Lorde“ by Ada Gray Griffin and Michelle Parkerson which was screened at the 45th Berlin Film Festival in 1995.
With this screening we present the almost last laDIYfest warm-up 2017! Yippieh. Therefore we are happy about any donation you can give.
We are looking forward to see you all at hansa48, as always:

Mittwoch, 24. Mai 20:00 – 22:00
hansa48, Kiel

Termin Helfer*innentreffen

Hello zusammen,

Wir haben einen Termin für das Helfer*innentreffen: Dienstag, den 4.5.2017. Los geht’s um 18:00 in der hansa48, im Saal. Wir freuen uns sehr auf euch <3

Viele Grüße von der crew

Call for Papers. Wir freuen uns auf eure Texte.

---english below---

Ihr Lieben, vom 9.-10. Juni ist es wieder soweit. Das laDIYfest Kiel geht in die vierte Runde. Whoopwhoop. Dieses Jahr mit den local Hero*ins Kiels, um feministische Vernetzung in Kiel zu stärken. Die Vorfreude ist überdiemaßen groß. Am Freitag, den 9. Juni möchten wir eine FLTI*Lesung in der Hansa48 mit FLTI*Kneipe veranstalten und haben uns gedacht. Warum nicht einen „call for papers starten“? Jede*r kann uns ihre*seine Texte via Email schicken, damit wir wissen was uns erwartet.
Wir haben uns bewusst gegen ein Open Mic und für den Call for Papers entschieden, damit wir im Blick haben, was inhaltlich vorgetragen wird. Auch wir haben Menschen in der laDIYfest Crew, die Gewalterfahrungen und andere schmerzhafte Erfahrungen machen mussten. Bitte bedenkt bei der Zusendung der Texte, eine Triggerwarnung mitzuschicken, wenn es sich um gewaltvolle Inhalte handelt. Falls ihr gerne einen Text schreiben möchtet, aber nicht selber vortragen wollt, könnt ihr diesen auch von Freund*innen lesen lassen oder uns fragen. Ggf. würden wir auch Texte vorlesen.
Wir freuen uns auf euren Input, eure Texte, Ideen und Erfahrungen. Von Gedichten bis zur Gruselgeschichte. Alles kann dabei sein.
Einsendeschluss ist der 30. April. Dann gucken wir mal, was bis dahin so angekommen ist. Hui! Aufregend!
Eure Texte könnt ihr via Email an ladiyfest.kiel[at]posteo.de schicken.
Merci und einen wunderbaren Tag <3

Hello everybody, soon it’s time for the next laDIYfest 4.0 in June (9.-11th) 2017! Whoopwhoop. This year all presentations and workshops are presented by Kiels local hero*ines, to strengthen the feminist scene and network of Kiel. We are so super excited and happy!!!
Friday, the 9th of June, we want to present a reading in surrounding of a LGBTQI*bar at the Hansa48 with writings and stories of you grrrls*. Everybody can send us texts until April 30th. This is the call for papers!
We decided not to present an ‘open mic’ because we want to be aware of the writings that will be presented that night. Please keep in mind that we also have humans in our laDIYfest crew that have experienced physical, psychological and other act of force. So if you send us a violent text it would be required to put a trigger-warning in the e-mail, so that we can decide wether we want to read your text or not. If you want to send a text but you are not in town yourself or you just don’t want to read it yourself, you could also ask a friend or our laDIYfest group. We are also willing to read texts for you.
We are looking forward to your content, your ideas and your creativity! Send us any kind of style. A poem or a spine-chiller.
Deadline is April 30th and then we see what already has received us. Yippieh.
Send us your texts to: ladiyfest.kiel[at]posteo.de
Thank you and have a wonderful day.
Yours laDIYfest Crew <3
#fltitothefront #fltionstage #opinionsthatmatter
PS: Sexism, Racism, Homophobia, Transphobia, Anti-Semitism, the discrimination of disability and any other kind of hostility against humans will not be tolerated!
PPS: We are happy to receive texts in any language!

Save the date – laDIYfest 2017

Ihr Lieben,

Streicht euch das Wochenende vom 9.-11. Juni 2017 schon mal bunt in euren Kalendern an, denn da startet das laDIYfest 4.0. in der hansa48 in Kiel! Dieses Jahr ist das gesamte Fest flti*-only!
Wir stecken bereits mitten in den Planungen und sind bereits voller Vorfreude, mit euch ein wunderbares Wochenende zu verbringen und über Feminismus zu diskutieren <3
Für das Fest würden wir uns über eure Hilfe freuen – wenn ihr uns beim laDIYfest als Helfer*innen unterstützen möchtet, schreibt uns eine Mail an ladiyfest.kiel[at]posteo.de.

Dieses Jahr geht es vor allem ums lokale Vernetzen und um den Anstoß für einen dauerhaften lokalen intersektionalen feministischen Kampf gegen patriarchale Strukturen und Gewalt, die die Gesellschaft unterwandern und dominieren. Kritik üben für ein solidarisches Miteinander!

Stay tuned! Mehr Infos bald hier und auf Facebook :)

laDIYfest-Redebeitrag Women*s Mach Kiel 2017

Wow. Das war eine umwerfende Demo! Unser Bündnis in Kiel mit 25 Bündnispartner*innen hat tatsächlich mehr als 800 Menschen zum Frauen*kampftag auf die Straße geholt. Wir applaudieren allen, die dabei waren. Dem kämpferischen FLTI* Blog, der richtig Alarm gemacht hat! Allen Menschen, die den Women*s March Kiel für Internationale Solidarität statt Patriarchat und Nationalismus organisiert, mitgestaltet und daran teilgenommen haben <3 Gestern haben wir alle zusammen ein Zeichen gesetzt. Und wir freuen uns auf viele weitere Aktionen mit allen Menschen, die mit dabei waren.
Keine Macker und Sexisten – Fight the Power, Fight the System!

Hier noch mal alle Redebeiträge zum Nachlesen. Es war ein toller Tag mit euch <3

Hier der laDIYfest Redebeitrag zum Nachlesen:

laDIYfest Rede – Women*s March Kiel
Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen, liebe Mitdemonstrant*innen -
Wir sind wütend!
Als Feminist*innen wird uns immer gesagt, wir sollen doch bitte „positiver“ eingestellt sein. Nicht immer „so viel dagegen“. Wir sollen nicht so „anti“ sein. Wir sollen nicht so „wütend“ sein. Nicht so „aggressiv“.
Uns wird immer und immer wieder gesagt, wie wir sein sollen und wie wir nicht sein sollen.
Aber wisst ihr was!? Wir sind verdammt wütend. Und wir haben auch allen Grund dazu.
Ich bin wütend, weil mir Tipps gegeben werden, wie ich mich vor Übergriffen schützen kann – anstatt potentiellen Täter*innen zu erklären, wie sie sich nicht übergriffig verhalten und was „Konsens“ bedeutet.
Ich bin wütend, weil jede dritte Frau Opfer von sexualisierter Gewalt wird und dass Freund*innen diese Erfahrung machen mussten.
Ich bin wütend, weil so viel Gewalt in Paarbeziehungen und Familien geschieht, jedoch verschwiegen wird und damit unsichtbar bleibt.
Ich bin wütend, weil Feminismus als „Sonder“– oder „Luxus“-Problem belächelt wird – aus weißer männlicher privilegierter Sicht ist das natürlich leicht zu sagen.
Ich bin wütend, weil mein Körper und mein Aussehen ständig bewertet werden und dem männlichen Blick gefallen sollen.
Ich bin wütend, weil meinen trans* Freund_innen ihre Geschlechtsidentität abgesprochen wird und Kämpfe für Anerkennung jedes Geschlechts marginalisiert werden.
Ich bin wütend über rassistische Diskriminierung und Gewalt und dass Nazis meinen Freund*innen verbieten wollen in Freiheit zu leben und ihr Leben bedrohen.
Ich bin wütend, weil Frauen im Durchschnitt immer noch 22 Prozent weniger verdienen als Männer. Sie leisten außerdem immer noch den Großteil der schlecht bezahlten Lohnarbeit und der gar nicht bezahlten Arbeit in der Pflege, im Haushalt und in der Kinderbetreuung.
Ich bin wütend, weil unsere muslimischen Freund*innen pauschal verurteilt werden und sogenannte muslimische Gefährder*innen eine Fußfessel tragen sollen, während die größte Gefahr in Deutschland von Rechts droht. Der Terror des NSU, der 2011 öffentlich bekannt wurde und 3.500 rechtsextreme Angriffe im Jahr 2016 beweisen das. Das sind zehn Angriffe von Rechts pro Tag im Jahr 2016. Da werden Flüchtlingsheime angezündet. Menschen misshandelt. Verprügelt. Getötet. Bespuckt. Wie Dreck behandelt. Und zwar von Nazis. In Deutschland wird immer mit zweierlei Maß gemessen.
Ich bin wütend, weil meine lesbischen und schwulen und trans* Freund*innen immer noch nicht heiraten können und Familie immer noch als eine sogenannte „Normal-Familie“, bestehend aus „Vater, Mutter, Kind“ propagiert wird, sowohl von der AfD als auch von der Bundeskanzlerin.
Ich bin wütend über Racial Profiling durch die Polizei. Dass zum Beispiel an Silvester unsere Freunde am Kölner Bahnhof pauschal der sexuellen Belästigung beschuldigt wurden, weil sie in ein rassistisches Schema gepresst wurden, und dass Politik und Polizei ungestraft damit durchgekommen sind.
Ich bin wütend, weil rechte Parteien Frauen das Recht auf Abtreibung verbieten wollen, nicht nur in Deutschland, aber auch in Polen oder in den USA. Und es sind meist Männer, die über die Körper von Frauen bestimmen wollen und glauben, es stünde ihnen zu.
Ich bin wütend, dass Menschen auf der ganzen Welt und insbesondere im Globalen Süden in schlecht bezahlten, menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen ausgebeutet werden. Häufig sind davon vor allem Kinder und Frauen betroffen.

Und jetzt sagt uns noch mal, dass das keine guten Gründe sind, wütend zu sein.
Unsere Wut ist noch lange nicht genug!
Genau deshalb sind wir heute hier. Wir wissen, dass wir heute nur einen kleinen Beitrag leisten können, innerhalb eines internationalen Kampfes. Aber das macht unsere heutige Demonstration nicht weniger wichtig. Heute tragen wir gemeinsam unsere Wut über die herrschenden patriarchalen Zustände auf die Straße. Wir wandeln unsere Wut in Energie um und bringen sie laut zum Ausdruck. Es braucht immer soziale Bewegungen um etwas zu ändern. Und wir sind heute, mit dem Women*s March Kiel, Teil einer internationalen sozialen Bewegung. Wir stehen Seite an Seite mit unseren Freund*innen und Mitstreiter*innen, die heute weltweit, von Peru bis Russland, für ihre Rechte kämpfen gegen Patriarchat und Nationalismus. Wir solidarisieren uns heute international, denn unser Kampf kann nicht einzeln betrachtet werden. Wir sind nicht alleine.
Den internationalen Frauen*kampftag gibt es schon seit mehr als 100 Jahren und unsere Vorgänger*innen haben schon Einiges für uns erreicht. Aber wir müssen weiterkämpfen: Gegen den Nationalismus, der uns um die Ohren fliegt. Gegen Rassismus und Antisemitismus. Gegen den alltäglichen Sexismus, die Homophobie und die Transphobie die uns und unsere Freund*innen jeden Tag belasten. Gegen den Sozial-Chauvinismus, der Menschen in wertvoll und nicht wertvoll unterteilt. Wir kämpfen für Fortschritt und weigern uns, rückwärtsgewandte Politik zu akzeptieren.
Dieses Bündnis hat gezeigt, was Menschen in kurzer Zeit auf die Beine stellen können. Wir kämpfen heute hier zusammen für das schöne Leben für ALLE. Und für nichts weniger als das.
Denn damit das Mögliche entsteht muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
Vielen Dank.