Spendenaufruf

// Support your local queerfeminist festival! //

LaDIYfest 5.0

Wir brauchen eure Hilfe!

Nur noch 4 (!) Wochen bis zum diesjährigen laDIYfest! Wir stecken grad in der letzten Phase der Organisation – leider wurde eine von uns eingeplante Finanzierung nicht bewilligt. Wir benötigen daher dringend eure Unterstützung, damit das Fest stattfinden kann! Wenn ihr also etwas Kohle übrig habt, würden wir uns über Spenden freuen. Jeder Cent hilft :)

Alle diejenigen von euch, die unser Fest toll finden und queer-feministischen Aktivismus in Kiel gerne unterstützen möchten/können – hier ist die Gelegenheit. Es winken ewiger Dank von der laDIYfest-crew <3

Und so geht’s:
Sprecht uns direkt an oder schreibt uns eine Mail, wenn ihr spenden möchtet an ladiyfest.kiel[at]posteo.de
ODER spendet was bei unserer nächsten Veranstaltung oder bei unserem Infotisch – hier bei Facebook bleibt ihr auf dem Laufenden, was wir als nächstes geplant haben und wo wir als nächstes mit dabei sind
ODER lasst uns eure Spende im laDIYfest-Glas in der Hansa48 da (auf dem Tresen oder einfach fragen)
ODER trinkt einen Soli-Schnaps bei einer der nächsten laDIYfest-Veranstaltungen

Das Geld wird natürlich ausschließlich für das laDIYfest verwendet (Refrent_innenhonorare, Essen und Getränke, Material, Werbekosten)!
Da wir kein Verein sind, können wir euch leider keine Spendenquittung ausstellen.
Bitte leitet unseren Spendenaufruf an eure Freund_innen und Mitstreiter_innen weiter, teilt den Post usw.

Love love love

Save the Date! LaDIYfest Kiel vom 8.-10. Juni 2018

Juhuu! Das LaDIYfest Kiel – freiraum, feminismus, popkultur feiert fünfjähriges Jubiläum!

Save the date: 8.-10. Juni Kiel // Hansa48 // Kiel

Das LaDIYfest Kiel ist ein queerfeministisches Veranstaltungswochenende. Seit 2014 leistet das LaDIYfest queerfeministische Arbeit in Kiel und bringt Feminist_innen zusammen, die sich vernetzen, austauschen und gemeinsam gegen patriarchale Strukturen kämpfen. Dieses Jahr findet das LaDIYfest in Kiel bereits zum fünften Mal statt und feiert Geburtstag: Einige Referent_innen aus den letzten Jahren sind eingeladen und die Orga hat sich neue tolle Programmpunkte überlegt. Das Fuck Yeah – Sexshopkollektiv ist dabei und Magda Albrecht liest aus „Fa(t)shionista“. Aktivist_innen aus Kiel sind ebenfalls mit Workshops und Vorträgen beteiligt. Nicht fehlen darf natürlich die FLT*I* Kneipe an beiden Abenden und die Party am Samstag mit lokalen Lieblings-DJ_s!

Aufgrund des rechts-konservativen Backlashs und Antifeminismus, der in Deutschland und international alarmierend ist, ist feministische Vernetzung wichtiger denn je!

Feminismus – hell yeah!

Die LaDIYfest-Crew freut sich auf ein tolles Wochenende!

Helfer_innen sind herzlich willkommen und es wird eine eine Bettenbörse geben. Den Termin für das erste Helfer_innentreffen geben wir bald bekannt. Wir freuen uns über jede Unterstützung beim Fest, beim Aufbau, beim Abbau, über Essensspenden, beim Umbau und vieles mehr :)

Das Programm wird hier bald veröffentlicht – stay tuned!

Leitfaden 3.0

Für das erste laDIYfest haben wir im Jahr 2014 einen Leitfaden zum Umgang miteinander geschrieben. Vieles gilt noch heute, vieles hat sich seither jedoch auch geändert. Wir haben uns 2017 noch mal an den Text gesetzt und diskutiert, verändert und ergänzt. Und auch dieses Jahr haben wir ein paar Punkte überarbeitet.

Hier nun also die überarbeitete Version des Plädoyers für ein freundliches und respektvolles Miteinander! Viel Spaß beim Lesen <3

Die alten Versionen aus den Jahren 2014 und 2017 findet ihr auch noch mal unten auf dem Blog (Leitfaden und Leitfaden 2.0),

Das laDIYfest Kiel will kreativer Freiraum sein für interessierte Menschen, die die gesellschaftlichen Strukturen hinterfragen und gesellschaftliche Normen aufbrechen und neu denken möchten. Ein Raum für Menschen, die sich zusammen innerhalb von drei Tagen sowohl kreativ als auch politisch weiterbilden und viele neue Dinge voneinander erfahren und diese weitertragen wollen. Das Fest wird von einer Orga-Gruppe (das sind wir, die Autor_innen dieses Textes) vorbereitet. Die Personen, die die einzelnen Programmpunkte füllen, sind entweder auf uns zugekommen oder wurden von uns eingeladen. Das DIY in laDIYfest heißt: ihr seid keine Konsument_innen, sondern gestaltet das Fest mit. Das bedeutet, wir tragen gemeinsam die Verantwortung für das Gelingen der Veranstaltung. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass manche Menschen auf dem Fest eine hohe Erwartungshaltung gegenüber den Organisator_innen an den Tag legen. Bringt euch mit ein, mit euren Ideen, eurer Unterstützung, kritischen Gedanken, inspirierender Motivation,…. Oder einfach einer Essensspende. Damit alle möglichst ohne Störung oder unangenehme Situationen teilnehmen können, haben wir einige Punkte gesammelt, die ein freundliches und respektvolles Miteinander gewährleisten sollen.

1. Herzlich Willkommen beim laDIYfest Kiel:
Mit dem laDIYfest möchten wir interessierte Menschen erreichen, die Lust haben, sich mit queer-feministischen Themen auseinanderzusetzen und die Interesse haben, die gesellschaftlichen Strukturen kritisch zu hinterfragen.
Die Veranstaltungen sind für cis-Männer nicht zugänglich. Die Vorsilbe cis- wird mehr und mehr in queeren Zusammenhängen benutzt und wurde von unterschiedlichen Trans*Communities entwickelt. Damit werden Menschen bezeichnet, die sich in dem ihnen bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht wohlfühlen und diese Zugehörigkeit auch nicht in Frage stellen.
Leider sind die Räumlichkeiten der Hansa 48 nur eingeschränkt barrierefrei.

2. It’s all about respect:
Ziel des laDIYfest Kiel ist es, sich gemeinsam mit dem gesellschaftlichen System, in dem wir leben, auseinanderzusetzen und aus (queer-)feministischer Perspektive Strukturen zu hinterfragen, zu kritisieren und anzugreifen. Es geht darum, dass wir uns unterstützen und stärken möchten. Und wir möchten uns den patriarchalen Strukturen dieser Gesellschaft, die für so viele Menschen dermaßen diskriminierend und lebensbedrohlich sind, mit gemeinsamer Kraft entgegen stellen. Wir möchten uns an diesem Wochenende begegnen und erfahren, was uns bewegt und welche Kämpfe jede*r Einzelne tagtäglich führen muss. Nicht für alle Personen ist es einfach oder alltäglich, einen Raum wie das laDIYfest zu nutzen. Ängste und Unsicherheiten zeigen sich auf verschiedene Weise. Personen aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes abzuwerten, trägt nicht zu einer guten Atmosphäre bei. Wir begegnen uns mit gegenseitigem Respekt und hören einander zu.

3. No means No! Nein heißt Nein
Fühlt sich eine Person diskriminiert, belästigt bzw. in ihren persönlichen Grenzen verletzt, gilt dieses Gefühl als wegweisend. Akzeptiere die Grenzen deines Gegenübers!

4. Each One Teach One:
Wir können und möchten alle von- und miteinander lernen. Dafür ist es wichtig, zu beachten, dass auch Sprache und Wissen ausschließend sein können. Denkt daran, eure Gedanken nachvollziehbar zu machen und scheut euch nicht, nachzufragen. Viele Fragen, viele Antworten – und wir können gestärkt und motiviert aus der Veranstaltung gehen. Als themeninteressierte*r oder Feminist*in musst du kein wandelndes Fachwörterbuch sein. Zudem bitten wir alle sensibel für die eigene Sprache zu sein und ggf. direkt (auch ohne Nachfrage) Begriffe kurz zu erklären.
Für die einzelnen Veranstaltungen auf dem Fest bedeutet das auch, dass jede_r mitverantwortlich ist für ein gutes Gespräch. Der Inhalt der einzelnen Programmpunkte wird von den Referent_innen bestimmt, die nicht identisch mit den Organisator_innen des Festes sind. Fällt euch hier also etwas negativ auf, sprecht es an Ort und Stelle an und gestaltet das Fest selbst mit.

5. Das Prinzip Zuhören:
Zu einem respektvollen Umgang miteinander gehört es auch, deine*n Gegenüber ausreden zu lassen. Erst zuhören, nachdenken, dann fragen und handeln. Ob in der Pause, in der Kneipe oder in den einzelnen Veranstaltungen: bringt euch ein und ermuntert andere, das zu tun.

6. Sorry liebe Raucher_innen:
Geraucht werden kann unter freiem Himmel. Alle Räumlichkeiten der Hansa48 sind rauchfreie Zone, ausgenommen davon ist der Holzraum (nach dem Eingang gleich links) für die Party am Samstag. Denkt bitte auch daran, den Hof der Hansa so wie anderorts sauber zu halten. Also Kippen in den Ascher.

7. Hunde und andere Tiere:
Tiere jeder Art bitte nur draußen und nicht in den Gebäuden. Es sei denn, ihr könnt ohne nicht teilnehmen (bspw. Therapie- oder Blindenhunde), denkt trotzdem bitte an Menschen die allergisch gegen Tierhaare sind oder einfach Angst vor Tieren haben.

8. Fotos:
Wenn ihr fotografieren wollt, fragt die Menschen vorher, ob sie damit einverstanden sind. Jeder Mensch genießt seine_ihre Privatsphäre und nicht jede_r möchte sich später im Internet oder auf privaten Rechnern wiederfinden.

9. Party und Kneipenabend:
An diesem Abend kommen Künstler_innen, die den Mut haben, sich auf die Bühne zu stellen und teilweise das erste Mal in ihrem Leben zu performen. Allein für ihren Mut haben sie unseren Respekt verdient. Habt Spaß, tanzt, seid ausgelassen, achtet aufeinander und nehmt Rücksicht. Bitte denkt hier auch an die Anwohner_innen und verhaltet euch im Außenbereich ab 22 Uhr einigermaßen leise.

10. Wer ist auf dem Fest willkommen?
Cis-Männer sind auf dem Fest nicht erwünscht. Wir mussten bisher leider häufiger cis-männliche Störungen auf unserem Fest abwehren und werden auch weiterhin Cis-Männer rauswerfen. Die Vorsilbe cis- wird mehr und mehr in queeren Zusammenhängen benutzt und wurde von unterschiedlichen Trans*Communities entwickelt. Damit werden Menschen bezeichnet, die sich in dem ihnen bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht wohlfühlen und diese Zugehörigkeit auch nicht in Frage stellen.
Wir versuchen, einen Ort zu schaffen, an dem Personen, die durch das Patriarchat Unterdrückung und Abwertung erfahren, sorgloser und freier als sonst sein können. Solche Räume gibt es bisher kaum. Vielmehr sind gesellschaftliche – auch linke Räume – nach wie vor durch Cis-Männer dominiert. Eben deswegen haben cis-Männer keinen Zugang zum laDIYfest. Ebenfalls sind Menschen, die sich menschenverachtend verhalten, äußern oder entsprechende Symbole (Kleidung, Tattoos etc.) tragen, nicht willkommen.
Bisher haben wir den Raum als FLTI*only-Raum beschrieben (FLTI* steht für Frauen, Lesben, Trans* und Inter*). Dieses Konzept ist jedoch problematisch, denn nicht alle Menschen, die keine Cis-Männer sind, fühlen sich von dem Konzept angesprochen bzw. können sich damit identifizieren. Wir haben uns deswegen dazu entschieden zusätzlich zu der Bezeichnung FLTI* die Benennung „Ohne Cis-Männer“ stärker und vermehrt zu nutzen. Damit möchten wir außerdem die Aufmerksamkeit stärker auf patriarchale Machtverhältnisse lenken und diejenigen fokussieren, die in Bezug auf Geschlechterverhältnisse die meisten Privilegien haben.
Wir möchten alle Menschen, die ein Interesse haben, den FLTI* Raum im Sinne des Festes zu nutzen, ermuntern, uns das mitzuteilen – ihr seid herzlich willkommen, genau wie alle, die keine cis-Männer sind, sich nicht in FLTI* wiederfinden und trotzdem kommen möchten. Wir lesen euch vielleicht falsch und das ist verletzend. Es ist nicht zu entschuldigen, dass Menschen aufgrund ihres Aussehens ausgegrenzt werden.
Der Ort der Veranstaltung – die Hansa48 – ist kein FLTI*-Projekt, deswegen kam es auf den vergangenen Festen immer wieder dazu, dass Leute vorbei kamen, ohne zu wissen, dass das laDIYfest ein FLTI*-Fest ist. Diese Leute werden von den Nutzer_innen des Festes oder von den Organisator_innen gebeten, wieder zu gehen, was meistens gut klappt. Bei unserem bisherigen Vorgehen ist es manchmal vorgekommen, dass Menschen für cis-Männer gehalten werden, die gar keine sind. Für diese unangenehme Art des Zwangs-Outings haben wir bisher leider noch keine gute Lösung gefunden und freuen uns über Anregungen und Ideen eurerseits. Natürlich sind auch Menschen mit einem guten männlichen Passing auf dem Fest willkommen.
Auf unseren bisherigen FLTI*-Veranstaltungen und Festen haben wir es so gehandhabt, dass wir den Teilnehmer_innen Flyer mit Infos über die Veranstaltung und wer dort willkommen ist, gegeben haben und sie darauf hingewiesen haben, dass sie willkommen sind, wenn sie sich mit dem Raumkonzept des LaDIYfestes identifizieren können. Leider schaffen wir es aufgrund unserer zeitlichen Kapazitäten bei dem Fest nicht, kontinuierlich an der Tür zu stehen, wollen genau das aber auch nicht, weil wir keine Türsteher_innen sein möchten und auf autonome Organisierung setzen.
Für alles, was wir als FLTI* Veranstaltung organisieren, weisen wir bei der Werbung dafür explizit darauf hin, dass es ein FLTI*Raum sein soll (Flyer, Plakate, Blog und Facebook). In der Location der Hansa48 und direkt am Eingang vom Hinterhof hängen Schilder, auf denen FLTI* erklärt wird und auf denen ebenfalls nochmal darauf hingewiesen wird, dass das LaDIYfest Kiel ein „Raum ohne cis-Männer“ ist.

11. Wie können Cis-Typen das Fest unterstützen?
Wir freuen uns über Unterstützung von pro-feministischen Cis-Männern. Ihr könnt zum Beispiel Essensspenden vorbei bringen, Flyer verteilen, nach dem Fest beim Aufräumen und Saubermachen helfen, Kinderbetreuung übernehmen und/oder uns fragen, auf welche andere Art und Weise ihr uns unterstützen könnt. Ihr könnt uns außerdem überflüssige und unnötige Kommentare und Nachfragen ersparen, in dem ihr anderen Cis-Männern erklärt, warum es sinnvoll ist, dass sie an diesem Wochenende nicht dabei sein können. Wenn ihr Essensspenden vorbeibringt, denkt daran, am laDIYfest-Wochenende nicht einfach in die Hansa zu marschieren, sondern liefert das Essen gerne bei Leuten auf der Rampe/dem Hof ab. It’s our space, not your space: bleibt also bitte nicht noch zum Quatschen oder auf ne Kippe da.

12. Das ganze Leben ist ein Lernprozess:
Wir machen das zwar nicht zum ersten Mal, aber vieles ist neu und spannend und aufregend. Deswegen gibt es bestimmt Dinge, die wir an dieser Stelle vergessen haben. Wir freuen uns daher auf eure Gedanken, Wünsche und Kritik. Bitte beachtet jedoch, dass wir den Inhalt und die Durchführung der einzelnen Programmpunkte nicht detailliert kennen. Sehr gut für eine Lösung ist es daher häufig, die Referent_innen direkt anzusprechen.
Also: Handelt mit Bedacht und habt jede Menge Spaß beim laDIYfest in Kiel!
Wir freuen uns auf euch.

Statement des laDIYfest Kiel zu Antifeminismus an der CAU

Solidarität mit den feministischen Kämpfen an der CAU!

Antifeminismus umgibt uns immer und überall, und das nicht erst seit Trump, AfD & Co. – auch und gerade in universitären Räumen. Trotzdem sind wir schockiert über die antifeministischen Zustände an der CAU, die wir gerade miterleben müssen, und solidarisieren uns als laDIYfest Kiel mit den feministischen Kämpfen, die dort aktuell stattfinden.

Der AStA der CAU hat nicht ohne Grund unter der Federführung der Beauftragten für Gleichstellung eine Kampagne ins Leben gerufen, bei der es darum geht, warum wir Feminismus an der CAU brauchen. Anlass der Kampagne stellten verschiedene Vorfälle an der CAU dar, vor allem in Bezug auf sexistische Diskriminierung und sexualisierte Gewalt gegenüber Student_innen. Außerdem waren die Gleichstellungsbeauftragten des AStA auch vor dem Beginn der Kampagne immer wieder antifeministischen und frauenfeindlichen Anfeindungen ausgesetzt. Die Kampagne hat daher zum Ziel, auf diese Verhältnisse aufmerksam zu machen und offenzulegen, dass gerade die Universität kein Raum ist, der frei von Sexismus, sexualisierter Gewalt und Diskriminierung ist. In diesem Zusammenhang ist es besonders bezeichnend und beinahe ironisch, dass auf die veröffentlichten Statements bei Facebook immer wieder mit Diffamierungen, sexistischen Beleidigungen und diskriminierenden Äußerungen reagiert wird. Was hier zutage tritt, ist oft eine gefährliche Leugnung patriarchaler Verhältnisse: immer wieder heißt es, Frauen* wären doch bereits gleichberechtigt, und eine Diskriminierung würde doch heutzutage gar nicht mehr existieren. Dass FLTI* aber noch immer in vielen Bereichen strukturell benachteiligt sind, ob es um Themen wie Bezahlung oder Ungleichbehandlung am (universitären) Arbeitsplatz, um sexualisierte Gewalt oder diskriminierende Sprache geht, ist nicht nur offensichtlich, sondern auch wissenschaftlich belegt. Von den Kommentator_innen werden aber die eigenen, in vielen Fällen cis-männlichen Privilegien geleugnet.

Wir wollen mit unserem Statement deutlich machen, dass es sich bei solchen Kommentaren nicht um bloße Ignoranz und fehlende Empathie, sondern um eine antifeministische Haltung handelt. Wir sind der Meinung, dass solche Einstellungen und Handlungen eine Feminismus-Kampagne an der CAU nicht nur rechtfertigen, sondern ihre Notwendigkeit belegen.

Neben dieser Debatte um die Feminismus-Kampagne, erleben wir derzeit fast schon eine Hetzkampagne gegen den AStA, und insbesondere die AStA-Vorsitzende, in der CAU-Gruppe auf facebook. Initiator dieser diffamierenden, antifeministischen Kampagne war der RCDS. Der RCDS bescheinigte der AStA-Vorsitzenden ein „fragwürdiges Feminismus-Verständnis“, in Bezug auf den von ihr geteilten Aufruf zur Demonstration am feministischen Kampftag am 8. März, welcher die Wörter „Bedrohung“ und „Kampf“ enthält. An dieser Stelle sei ganz klar gesagt: emanzipatorische feministische Bewegungen waren schon immer kämpferisch! Vor allem auch in Zeiten eines globalen antifeministischen Backlashs, in dem von vorherigen Generationen erkämpfte feministische Errungenschaften, wie bspw. das Recht auf Abtreibung wieder infrage gestellt werden, braucht es einen kämpferischen, wütenden Feminismus! Gerade auch in Zeiten der rassistischen Vereinnahmung und Prägung des öffentlichen Diskurses um sexualisierte Gewalt braucht es einen radikalen Feminismus, der sich gegen die patriarchalen und rassistischen Verhältnisse stellt! Oder, wie es in einem Redebeitrag auf der Demo so schön hieß: „Um eine Revolution wurde noch nie höflich gebeten!“.

Was uns aber noch mehr erschreckt hat, war die Diskussion, die daraufhin entbrannt ist, in der allerlei maskulinistisches Gedankengut an der CAU zutage getreten ist! Besonders in den Vordergrund gespielt hat sich hierbei Robert Schmidt, Kreisvorstand des AfD Kreisverbands Kiel, der dem RCDS dankend zustimmte. Im Gegensatz zum Feminismus-Verständnis des AStA sah der RCDS hierfür allerdings offensichtlich keinen Anlass zur Distanzierung – das lässt tief blicken!

Ähnlich wie bei der Auseinandersetzung um die Feminismus-Kampagne brachten sich hier auch immer wieder Cis-Männer als vermeintliche Opfer von sexistischer Diskriminierung ins Spiel. Argumentiert wurde z.B. dass es sexistisch gegenüber Cis-Männern sei, wenn alle Redebeiträge auf der Demo nur von FLTI* gehalten werden. Offensichtlich haben diese Menschen nicht verstanden, was Sexismus eigentlich bedeutet. Sexismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund von sozialem Geschlecht, gepaart mit institutionalisierter Macht. Letzterer Teil wird dabei von den mit cis-männlichen Privilegien ausgestatteten Kommentatoren völlig ausgeblendet.

Deshalb: Das laDIYfest Kiel ruft zu Solidarität mit den feministischen Kämpfen an der CAU auf! All die Troll-Kommentare, all die mansplainigen Versuche, FLTI* für gleichberechtigt und Feminismus für überflüssig zu erklären, bestärken uns nur in unserem Kampf gegen diese patriarchalen Verhältnisse!

laDIYfest Queer-Filmmonat in der hansa48

Save the dates!

Im April startet der LaDIYfest Queer-Filmmonat in der hansa48. Merkt euch schonmal den 4., 10. und 26. April vor. Es gibt drei tolle Filme. Weitere Infos folgen in Kürze. Wir freuen uns <3

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