Programm

Programm laDIYfest 4.0

Juhuuuu – unser Flyer für das laDIYfest 4.0 ist fertig <3
In weniger als zwei Wochen geht es los, wir sind schon ganz aufgeregt!!

Unten findet ihr den Flyer sowie Texte für die jeweiligen Programmpunkte – diese ergänzen wir nach und nach.
Meldet euch am besten direkt für die Workshops an – die Plätze sind begrenzt und so geht ihr sicher, mitmachen zu können! Einfach eine Mail an ladiyfest.kiel@posteo.de. Kommt aber natürlich auch gerne einfach so vorbei, ab und an sind noch Plätze frei und es gibt viele weitere spannende Aktionen <3

Programmflyer in hoher Auslösung hier zum Download:

ProgrammflyerLaDIYfest2017

Flyer2017front

Flyer201porgramm

Das Programm hier auch noch mal als Tabelle, hier ebenfalls zum Download!

laDIYfest2017_als_Tabelle

FREITAG

Vortrag: Juhu! Los geht`s! Begrüßung durch die LaDIYfest-Crew.
Wir stellen uns und unsere Arbeit vor. Ausblick auf das Fest, Raum für organisatorische Fragen.

WS I: Das Behaarte und das Unbehaarte mit Roxy
Workshop und Diskussionsrunde zum Thema Enthaarungsnorm und Haarlosigkeitsdiktat mit Roxy (+ lecker veganem Süßkram).
Wie bestimmt der aktuelle Diskurs die Wahrnehmung weiblicher* Körper? Wieso werden nur unsere unbehaarten Körper als ästhetisch und „weiblich“ empfunden? Wie wird überhaupt entschieden, was als „normschön“ bzw. attraktiv gilt und was sagt das Ganze eigentlich über unsere Gesellschaft aus?

WS II: Chalk Walk mit Alexa – *Reclaim the Streets* (Treffpunlt: hansa48)
Kreativer Stadtspaziergang – Inspiriert und gut gelaunt mit Sprühkreide in Kiel spazieren gehen.

WS III: Zara Zerbe – Hoch-Tief-Satzbau. Ideen, Geschichten&mehr. Schreibwerkstatt.
Hinter jedem Text, ob nun auf Papier gedruckt, handgeschrieben, gebloggt oder auf einer Bühne vorgetragen, steckt eine Idee, eine Aussage, eine Geschichte, die erzählt werden will. Doch wie verwandle ich eine Idee in einen Text? Und wie finde ich dabei die Sprache, mit der ich meinen Gedanken am besten Ausdruck verleihen kann? Diesen Fragen gehen wir nach einem kreativen Warm-Up gemeinsam auf den Grund. Neben einigen praktischen Übungen gibt es genügend Raum und Zeit, in einer entspannten Atmosphäre an eigenen Texten zu arbeiten. Bei Bedarf gibt es auch die Möglichkeit, Texte für das Open Mic am Abend vorzubereiten oder sogar eine kleine Generalprobe einzulegen. Ganz egal, ob ihr zum ersten Mal etwas zu Papier bringen wollt oder schon drei Romane in der Schublade habt – die Schreibwerkstatt steht allen offen, die Spaß an Sprache, Worten und Texten haben.
Das dürft ihr gern mitbringen:
* Ein Schreibwerkzeug eurer Wahl – Laptop, Notizbuch, Bleistift und Papier oder sogar eine klackernde Schreibmaschine (Papier und Stifte sind auf jeden Fall vorhanden)
* Ideen!
* angefangene oder fertige Texte (ist aber kein Muss!)

SAMSTAG

Vortrag: „A stage of her* own?! – queer-feministische Lichtblicke & Strategien in Punk und Pop.“
Von X-Ray Spex zu Tribe 8 zu Peaches zu G.L.O.S.S — Spätestens seitdem Trans-Punk Laura Jane Grace von Against Me! ihre Geburtsurkunde mit der Ansage ‚gender is over‘ auf der Bühne verbrannt hat, dringen Stimmen und Performances abseits der Heteronorm in die seit jeher medial männlich dominierte, massenkompatiblere Punk + (Indie-) Pop Szene. Genderbender, queer-, trans- Personen* und andere Frauen* sind aber seit Jahrzehnten — leider oft übersehener oder verborgen gebliebener — Teil von Punk in allen Variationen. In diesem Vortrag, der kein richtiger werden soll, werden einige genau dieser verborgenen Vorbilder*innen vorgestellt und (wieder-)entdeckt.

WS I: Rad‘n'Roll mit Fahrradmechanikerin Anni (Fahrradselbsthilfewerkstatt im Hof)
Basteln, schnacken und schrauben mit Fahrradmechanikerin Anni. Sie erzählt was über ihre Erfahrungen als Frau und Mechanikerin in der cis-männlich dominierten Fahrradszene. Ihr könnt eure Fahrräder mitbringen. Es kann gebastelt werden und getüftelt. Anni hat das Know-How, Tipps und Tricks für euch.

WS II: Sexismus im Kontext von Arbeit und Bildung
Gemeinsamer Erfahrungsaustausch und Strategiensuche Die Bezeichnung „Arbeit und Bildung“ ist hierbei weit gefasst, in unserem Workshop soll es um Sexismuserfahrungen in unterschiedlichen Abhängigkeitsverhältnissen außerhalb des privaten Bereichs gehen. Dies kann sowohl der Arbeitsplatz, die Uni oder die Schule sein, aber auch Situationen beim Arzt oder bei Behördenterminen.
Wir möchten mit euch Erfahrungen austauschen, herausfinden was „Sexismus“ eigentlich (für uns) bedeutet und gemeinsam Lösungsstrategien für Alltagssituationen erarbeiten.
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und einen verbindenden, kraftvollen und einfühlsamen Workshop mit euch.
Eigene Erfahrungen mit Sexismus in diesem Kontext sind keine Teilnahmevoraussetzungen, bzw. ist selbstverständlich niemand verpflichtet über Erfahrungen zu sprechen, wenn sie das nicht möchte.
Voller Vorfreude auf das ladyfest 4.0
Frauke, Hanna, Juli und Lea

WS III: AG krankhaft queer feministisch
Chronische Krankheit/Behinderung in (queer)feministischen Zusammenhängen.
Diese Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Personen mit chronischer Krankheit und/oder Behinderung. „Schwere“ der Beeinträchtigung(en) ist kein ausschließendes Kriterium. Ziel ist es, der Frage nachzugehen, wie feministische Räume für uns besser zu nutzen wären. Als Personen mit chronischer Krankheit und/oder Behinderung erleben wir in (queer)feministischen Räumen Gewalt durch Diskriminierung. Unsere Veranstaltung soll dazu dienen, Wege zu finden, diese Diskriminierung zu benennen und zu bekämpfen.
Dinge, die während der Vorbereitung aufgekommen sind, waren unter anderem:
Drüber reden: wie bezeichne ich mich und andere? Welche Worte und Beschreibungen finde ich angemessen, welche empfinde ich als entwürdigend oder verletzend? Warum muss ich immer wieder erleben, dass ich übergangen oder falsch gelesen werde?
Leistungsfähigkeit: was fordert es von mir als chronisch kranke/behinderte Person, feministisch organisiert zu sein? Das betrifft Arbeiten in Gruppen und auch die Nutzung von Orten, hier konkret das LaDIYfest Kiel. Welche empowernden Bezeichnungen ließen sich für „Nicht-Belastbarkeit“ finden? Warum macht es einen Unterschied, ob eine Einschränkung dauerhaft oder vorübergehend ist?
(Un)Sichtbar sein: muss ich mich in feministischen Zusammenhängen verstecken? Welche Rolle spielt es, ob eine Krankheit/Behinderung „sichtbar“ ist? Was bedeutet es für mich, mich in solchen Zusammenhängen zu „outen“?
Selbstsorge: inwieweit bin ich in der Lage, meine Bedürfnisse zu artikulieren? Wie können Zusammenhänge so arbeiten, dass ich mitarbeiten kann? Welche Leistung muss ich bringen, um überhaupt teilnehmen zu können? Welche Reaktionen brauche ich, um mich respektiert zu fühlen? Was für andere Reaktionen erfahre ich stattdessen und was für Konsequenzen ziehe ich daraus?
Zur Durchführung: Ziel ist es, eine empowernde Diskussion zu führen, an der sich alle, je nach ihren Möglichkeiten, beteiligen können. Sollte vorab etwas zu klären sein, möchten wir euch ermuntern, uns dies bei der Anmeldung mitzuteilen. Anmeldung unter der laDIYfest-Mailadresse (ladiyfest.kiel [at] posteo.de). Wer teilnimmt, ist für sich selbst verantwortlich. Alle bestimmen, ob und wie viel sie sich einbringen. Bitte beachten: dies ist keine Selbsthilfegruppe. Die politische Dimension unserer Lebenssituationen soll im Vordergrund stehen, nicht die jeweilige Diagnose oder Krankengeschichte. Die Veranstaltung richtet sich allerdings explizit auch an solche Personen, die ihre eigene Erfahrung in feministischen Strukturen als nicht vorhanden oder gering einschätzen.
Wir haben einen ruhigen Raum für uns allein, in dem die Möglichkeit besteht, sich zu bewegen und sich zwischendurch auszuruhen.
Zur AG: wir haben die Vorbereitung zu dieser Veranstaltung übernommen, weil uns selbst diese Fragen und Probleme direkt angehen. Wir haben uns entschieden, eine Veranstaltung zu konzipieren, die unseren Erfahrungen und Bedürfnissen entspricht. Es war und ist nicht unser Anspruch, ein komplettes Bild von chronischer Krankheit bzw. Behinderung zu präsentieren, noch möchten wir theoretisches Wissen vermitteln. Wir gehen von unseren praktischen Erfahrungen in unterschiedlichen feministischen Zusammenhängen aus und nehmen diese als Ausgangspunkt für unsere Arbeit in der Vorbereitung. Direkt auf der Veranstaltung sind wir somit auf eure Bereitschaft angewiesen, selbstverantwortlich teilzunehmen.
Eine Teilnahme mit schweren, akut ansteckenden Infektionskrankheiten ist leider nicht möglich, auf Grund von zu hoher Gefährdung anderer Teilnehmender mit kritischer Immunlage.

SONNTAG

Katzenfrühstück mit Kaffee und Kuchen

WS I: Vandal Grrrlz* – Graffiti
DIY Workshop über die Geschichte, Künstler*innen und das Sprühen selbst, um am Ende gemeinsam eine Wand zu malen und ein Bild an die Wand zu bringen.

WS II:“Feminismus global denken: ökologisch, ökonomisch und sozial!“ – Interaktiver Workshop mit Dominique, Fanny, Katharina und Julia
Politische Kämpfe passieren oft losgelöst voneinander, dabei wären gerade angesichts der sozial-ökologischen Krisen starke Allianzen und intersektionale Bündnisse notwendig. Daher soll es in unserem Workshop darum gehen, feministische Perspektiven auf die multiplen Krisen dieser Zeit zu entwickeln und zu diskutieren.
Unter den Folgen des Klimawandels, unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung in globalen Wertschöpfungsketten leiden weltweit unverhältnismäßig viele Frauen*, vor allem im Globalen Süden. Aber auch im Globalen Norden sind es meistens Frauen*, welche die Sorge- und Reproduktionsarbeit übernehmen und dafür kaum materielle und ideelle Anerkennung bekommen. In dem Workshop wollen wir diskutieren, ob und wie die drei ausgewählten Bereiche Klimawandel, Arbeitsbedingungen und Sorgearbeit miteinander zusammenhängen und welche Handlungsoptionen wir uns aus feministischer Sicht vorstellen können.
Lasst uns gemeinsam Feminismus globaler denken und mit vielfältigen politischen Kämpfen verknüpfen – für eine zukunftsfähige Welt!

Wir suchen Schlafplätze für Gäste und Kinderbetreuung

Schlafplätze & Kinderbetreuung anyone?

Ihr Lieben, uns haben bereits Nachrichten erreicht von Menschen, die von weiter weg gerne zum Fest kommen möchten und einen Schlafplatz bräuchten.. Nun seid ihr gefragt: wer hätte einen Schlafplatz für das WE vom 9.-11. Juni frei? Einzelne Abende könnten auch schon helfen ;) Schreibt uns am besten an ladiyfest.kiel [at] posteo.de. Schreibt uns ebenfalls gerne, wenn ihr einen Schlafplatz sucht. Wir vermitteln euch dann eure Kontaktdaten <3

Außerdem suchen wir noch Menschen, die sich vorstellen könnten, eine Kinderbetreuung zu übernehmen. Wichtig hierbei: die Kinderbetreuung müsste ebenfalls flti* sein.

Bald gehts los, wir freuen uns schon mega doll!

laDIYfest 3.0 – das Programm ist da!

Es ist soweit. Das Programm für das diesjährige laDIYfest kiel ist da. Es geht endlich wieder los und wir sind schon ganz aufgeregt. ladiyfest 3.0. Juhu <3

Weitere Infos und Texte zu den einzelnen Veranstaltungenpunkten findet ihr weiter unten…

FREITAG
Begrüßung: Das laDIYfest beginnt – herzlich willkommen <3

Vortrag: Männlichkeit in der Linken? Queer-|Feministische Kritiken/ Melanie Groß und Rainer Fretschner

Pause mit leckerem Essen

WS I: Alter Ego basteln/ Tine
Wir maßschneidern uns zusammen Alter Egos und starten so gemeinsam in ein buntes Wochenende mit vielen Gesichtern und Persönlichkeiten. Bringt gerne Sachen aller Art zum Basteln mit.

WSII: Grenzen setzen! Selbstverteidigung für Frauen* und Mädchen*/ Judith und Jule, fit&fight
Selbstverteidigung ist mehr als das Erlernen vonKampftechniken. Sich selbst zu verteidigen beginnt mit einem selbstbewussten Auftreten und damit zu erkennen, wenn Andere die eigenen Grenzen überschreiten.
In unserem Kurs werden daher Übungen zur Selbstbehauptung, zudeeskalativem Verhalten und einfach zu erlernende Kampfsporttechniken vermittelt. Besonders die Kampfsportübungen geben den TeilnehmerInnen dabei dieMöglichkeit, die eigene körperliche und mentale Stärke zu erleben!
In den 3 Stunden des Kurses können wir nur einen kurzenEinblick in das Thema vermitteln. Wir möchten die Ansatzpunkte und Möglichkeiten zur Selbstverteidigung aufzeigen und hoffen die TeilnehmerInnen zu motivieren, sich weiter damit zu beschäftigen!
Jule und Judith leiten seit 2 Jahren gemeinsam das Frauen-Thai Boxen im Fit & Fight und bieten Kurse zum ThemaSelbstverteidigung an.
Jule trainiert Muay Thai seit 7 Jahrenund Boxen seit 5 Jahren. Seit 4 Jahren leitet sie das Muay Thai-Training fürFrauen und Mädchen im Fit & Fight.
Judith trainiert Kung Fu seit 11 Jahren und Muay Thai seit 3 Jahren. Sie gibt seit 6 Jahren Kung Fu-Training für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, und Muay Thai-Training für Mädchen und Frauen imFit & Fight seit 2 Jahren.

WS III: Offene Dikussionsrunde ohne Cis-Typen/ Hanna und Eddi
Dieses Diskussionsangebot ist aus dem Eindruck erwachsen, dass innerfeministische Diskussionen häufig sehr theoretisch ablaufen, ohne dass Patrirchatsanalysen und -kritiken auf die eigenen Umstände bezogen werden. Wir möchten euch dazu einladen, über Feminisus und das Patriarchat zu reden. Das Ganze ist v.a. als Erfahrungsaustausch gedacht und wird ohne straffes Konzept ablaufen. Mögliche Diskussionsfragen sind: __Welche Erfahrungen haben wir mit dominanten Mackern/Männern? Wie reagieren wir darauf? Was setzten wir dem entgegen? Braucht es eigene Frauen*räume/FLTI*Räume? Wie kann mensch sich ohne Cis-Typen organisieren? Was versteht die Diskussionsrunde unter Feminismus? Was braucht es, um das Patrirchat vor Ort zu beseitigen? Wie lässt sich von Frauen- und queeren Bewegungen weltweit lernen? Eigene Fragestellungen, alle Art von Anregungen und Menschen, die einfach nur zuhören möchten, sind sehr willkommen!

WS IV: Verbündete werden? Wie können Männer solidarisch sein, um quer-|feministische Positionen zu unterstützen?/ Melanie Groß und Rainer Fretschner

Chalk walk

SAMSTAG
Vortrag: Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung/ Kirsten Achtelik
Sollen Feministinnen jede Art von Abtreibung verteidigen? Können Entscheidungen überhaupt selbstbestimmt getroffen werden? Welche Art von Wissen entsteht durch pränatale Untersuchungen? Dienen sie der Vorsorge oder sind sie behindertenfeindlich?
Kirsten Achtelik beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit dem feministischen Konzepts „Selbstbestimmung“ in Bezug auf Abtreibung aus. Damit mischt sie sich in die aktuellen feministischen Debatten um reproduktive Rechte ein, die mit den zunehmenden Aktivitäten und Demonstrationen von „Lebensschützern“ wieder aufgeflammt sind. Zugleich ist es ihr Anliegen, einer neuen Generation von Aktivist_innen die Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen zwischen Frauen mit und ohne Behinderung verständlich zu machen.
ZUR PERSON: Kirsten Achtelik, geboren 1978, ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie ist politisch an den Schnittstellen der feministischen, antikapitalistischen und Behindertenbewegung aktiv. Ihr Buch zum Thema ist letztes Jahr erschienen.

Pause mit leckerem Essen

WSI: Motorrad Kaffeeklatsch/ Birte
Mit den ersten warmen Tagen sind auch wieder mehr Motorräder auf den Straßen unterwegs. Aber warum nur so wenige Frauen*? (2011 waren nur 13,76 Prozent der Motorradfahrer weiblich)
Bei Kaffee, Kuchen und natürlich Sonne möchte ich mich mit euch im Hof der Hansa 48 treffen und einen Gesprächsraum zum Thema Motorradfahren schaffen. Für diesen Nachmittag habe ich einen bunten Strauß voll Themen vorbereitet: Wege zum Führerschein, Technikgrundlagen, Motorradfahren und Sexismus, Historischer Abriss: Frauen und Motorräder,…
Welche Themen besprochen werden und wie ausführlich, liegt bei euch. Es ist kein Monolog meinerseits geplant. Mein Anliegen ist es in angenehmer Runde unterschiedliche Aspekte zu besprechen, zu vernetzen und eventuell die eine oder andere Hemmschwelle abzubauen.
Bringt gerne Kaffee, Kuchen, Kippen und jede Menge Interesse am Thema mit.

WSII: Let’s talk about sex toys/ Kitty, Other nature
Take a tour through the wonderful world of sex toys! This workshop will introduce a range of options for enhancing your play – alone or with your lover(s) – including vibrators, dildos and butt toys. Get informed about non-toxic materials and safer sex, and get inspired as we chat about What People Actually Do with the toys on offer. After learning about what’s out there, you‘ll have the chance to get crafty, as we show you how to make your very own strap-on harness and other fun DIY tips!
Other Nature is an alternative, queer, feminist, sex-positive, eco-friendly and vegan sex shop. We provide folks of all genders with body-safe toys and informed Beratung, in Berlin and online. You‘ll also find safer sex items free from animal products, kink gear made of upcycled materials, alternative menstrual products, feminist porn, books and zines galore, and more. We‘re not your average sex shop: bring your mum!
Kitty May is the Director of Education and Community Outreach at Other Nature. She has been in the field in sex education for more than 10 years and also works as a therapist.

WSIII: Lustvoll Nein-Sagen/ Joris Kern
Nein markiert eine Grenze und setzt im Notfall ein Stopp. Großartig!
Aber auch kein Wunder, dass wir diese Art von Nein versuchen zu vermeiden.
Dabei hat das Notfall-Nein viele Freundinnen, die sich spielerisch, lustvoll und sicher anfühlen können. Diese Arten von Nein zu etablieren nimmt dem Nein an sich viel von der aufgeladenen Schwere. Undramatische Neins machen Raum zum Experimentieren auf und sind ein schöner Baustein von authentischem Kontakt.
Nein kann sich anfühlen wie eine andere Art, Ja zu sagen: zu sich selbst, zu Im-Kontakt-Bleiben, zu Verantwortung für das was passiert. Nein ist auch eine wichtige Voraussetzung für Ja: Nur, wenn ich sicher bin, dass ich Nein sagen kann und mein Nein respektiert wird, kann sich ein Ja wirklich frei anfühlen.
Also lasst uns unser Nein feiern!
Referent*in Joris Kern gibt seit Jahren Workshops zu Sexualität mit dem Fokus auf Konsens, meist in FLT(I)*-Räumen, gelegentlich aber auch für alle Geschlechter. Das macht ihr großen Spaß und ist ihm ein wichtiges Anliegen.

Vortrag: Mein Pop ist politisch: Warum Narrativen in der Popkultur über Kommerz und Kapitalismus hinausgehen/ Hengameh Yaghoobifareh
Pop ist Propaganda, Pop ist apolitisch, Pop ist Kapitalismus – oder etwa nicht? Linke Diskurse über Pop zeig(t)en stets auf, wie starke Images für den Konsum konstruiert wurden und werden. Jedoch zeichneten sich in feministischer Popkultur schon seit Jahren Vorbilder, Widerstand und subversives Potenzial hervor. Subkulturelle Bewegungen wie Riot Grrrl, eine sich als Feministin bekennende Beyoncé und queere Lyrics sind Teil von feministischen Ermächtigungsprozessen. Dennoch sind auch diese Phänomene nicht vor Kritik sicher, so gilt die Aneignung und neo-liberale Vermarktung aktivistischer Ästhetik als „Radical Chic“ und beweist, dass nicht alles, was glitzert, auch queerfeministisch sein muss. Und doch kommt es dazu, dass viele Künstlerinnen in ihrer Arbeit von einem männlich dominierten Publikum gemaßregelt werden. Wie viel Kritik an Pop ist emanzipatorisch, wann geht das Bashing in Abwertung von Femininität über?
Hengameh Yaghoobifarah ist zwar in Kiel geboren, lebt aber seit ihrem zehnten Lebensjahr nicht mehr hier. Sie wuchs in der Nähe von Hamburg auf, studierte in Freiburg und ihm schwedischen Linköping, machte ein Praktikum bei der an.schläge in Wien und lebt jetzt in Berlin, wo sie beim Missy Magazine als Redakteurin arbeitet, bloggt, politisch organisiert und als freie Autorin tätig ist. Unter anderem schreibt sie Kolumnen für die taz.

Party
/ DJ kos_mic q’andi, Hiphop, R’n’B, Pop, Middle-Eastern Pop
/ DJ-Team Aka & Alias: alles, was gut ist
kos_mic q’andi ist eine DJ aus Berlin, die ihre Hybridität am besten durch Musik ausdrücken kann. Wenn sie nicht woanders unterwegs ist, legt sie auf der Hot Topic im SchuZ als Resident auf.

SONNTAG
Frühstück/ Katzen, Kuchen und Kritik

WS: Print it yourself – offener Workspace/ Niko/ No Collar Siebdruck
Print it yourself – on paper.
Im offenen Workspace probierst du verschiedene Drucktechniken aus und gestaltest eigene Postkarten, die du dann direkt, frankiert und mit viel Liebe© an deine grrrl*gang, deine Freund_innen und Lieblingsmenschen schicken kannst. Teile deine inspirierendsten Momente von laDIYfest 3.0 oder drucke einfach, was dein kleines Katzenherz begehrt.
Niko von No Collar Siebdruck aus Kiel gibt dir Einblicke in verschiedene Druckverfahren und begleitet dich durch die bunte Welt der Farbschmiererei.

Vortrag + Performance: Über Schwarz und Queer sein in Deutschland/ SchwarzRund
SchwarzRund bloggt, poetisiert, performt und schreibt in verschiedenen Formaten über ihre Sicht auf ein stark hetero-, cis-, weiß geprägtes Land und ihre Positionen und Privilegien in dieser Gesellschaft, sie hat cis-Privilegien, ist Schwarz, queer, fat und Neurodivers. Ein wiederkehrendes Thema in ihrer Arbeit: wie fühlt sich Community an wenn mensch mehr als ein oder zwei Unterdrückungsformen erlebt? Wie arbeiten Rassismus, Sexismus und Ableismus usw. miteinander? In Ihrem Vortrag wird sie mit veschiedenen Textarten ihre Sicht auf Rassismus in weißen queeren Communitys teilen. Auch die Problematik des weißen Feminismus und die Schwarzer Deutsche Frauen* Geschichte werden angesprochen. schwarzRund wird zum Nachdenken und Überdenken der eigenen Verhaltensweisen und Perspektiven anregen.

Programm: „I‘m Fat, Let’s Party!“

Dicker Erfahrungsaustausch und Empowerment

Workshop: Freitag, 14 – 18 Uhr, FLT*I* only

In diesem Workshops geht es um (kreativen) Erfahrungsaustausch und der Klärung von Begriffen wie „Fette Diskriminierung“, „Fette Selbstermächtigung“ und „Fette Unterstützung“ und was diese bedeuten (können). Ziel des Workshops ist es eine Übersicht darüber zu gewinnen, wie fettenfeindliche Strukturen wirken und wie eine empowernde Perspektive / Widerstand gegen diese Strukturen aussehen kann. Dieser Workshop richtet sich an Frauen_Lesben_Trans*, in deren Leben Dick_Fettsein und die damit verbundenen Erfahrungen und Diskriminierungen eine Rolle spiel(t)en und die sich kritisch mit gängigen Schönheits- und Gesundheitsnormen auseinandersetzen möchten.

Referentin:
Magda Albrecht ist politische Bildnerin und Mitglied des feministischen Vereins und Gemeinschaftsblogs Mädchenmannschaft e.V. Sie schreibt, forscht und hält Vorträge zu den Themen Körpernormierung, ‚fat shaming’ (Diskriminierung, Pathologisierung und Stigmatisierung von dicken Menschen) und queer-feministischen Aktionsformen.

uuuuund… das Programm. Kommentiert und ausführlich.

Voila: das Programm mit ausführlicheren Infos unten.

F R E I T A G – 1 5 . M A I

1o.oo begrüßung: und los geht’s…

11.3o vortrag I: [m]eine kurze geschichte des feminismus
[daniela heitzmann, gender & diversity studies, CAU kiel]

in einem historischen streifzug werden verschiedene stationen, themenschwerpunkte und facetten des feminismus vorgestellt. vergangenheit und gegenwart werden beleuchtet. was ist feminismus? gibt es überhaupt „den feminismus“?

13.oo – 14.oo pause//vokü

14.oo – 18.oo
ws I: „i‘m fat, let’s party!“ dicker erfahrungsaustausch und empowerment *flt*i* only

[magda albrecht, bloggerin bei mädchenmannschaft.net]

ein workshop rund um den kreativen erfahrungsaustausch und der klärung von begriffen wie „fette diskriminierung“, „fette selbstermächtigung“ und „fette unterstützung“. für menschen, in deren leben dick_fettsein und die damit verbundenen erfahrungen und diskriminierungen eine rolle spiel(t)en und die sich kritisch mit gängigen schönheits- und gesundheitsnormen auseinandersetzen möchten – anmeldung erforderlich.


14.oo
aktionsspaziergang – stein, schere und papier

[nelli, julia und alexa, laDIYfest kiel]
mit einem kreativen spaziergang entern wir die stadt und verschönern sie mit feministischen botschaften. bringt kreide mit und alles was euch noch so einfällt; spaß an der freude, ideen und motivation gemeinsam gestalterisch aktiv zu werden.


14.oo – 18.oo
ws II: mach es selbst – siebdruck workshop

[nikola noelle, no collar siebdruck]

wir machen siebdruck: vom entwerfen der motive, der bearbeitung am computer, herstellen und belichten der siebe, tricks und kniffe am drucktisch. am ende des workshops kann jede_r selber siebdruck machen, kleidung verschönern, bandshirts drucken und farbe überall dorthin schmieren, wo sie gewünscht ist.
das ganze unter der anleitung und in der werkstatt von no collar siebdruck in der alten mu. arbeitskleidung und kleingeld für materialkosten sind mitzubringen. außerdem können vor ort auch blanko shirts und beutel erworben werden – anmeldung erforderlich


14.oo – 18.oo
ws III: diy-zine

[joana pimenta]

stelle deine eigene zeitung her! schreiben, malen, kleben kannst du, was du willst, allein oder in einer gruppe. mit kurzem input am anfang, hilfe bei der herstellung und vielen zines zum lesen und inspirieren-lassen. Sprachen: englisch und deutsch. veranstaltungsort: alte mu.

ab 19.oo FLT*I*-kneipe

2o.oo
vortrag II: von olympia bis kiel – von riot grrrl bis ladiyfest *flt*i only

wieso riot grrrl? woher kommt das ladyfest und wer sind wir? mit viel raum für diskussion und auseinandersetzung und anschließender flt*i kneipe mit feinster mukke aus der riot grrrl bewegung. yeah!!!

S A M S T A G – 1 6 . M A I

11.3o vortrag III: netzfeminismus und antifeministische gewalt
[jasna strick, autorin und netzfeministin, #aufschrei]

was genau ist eigentlich antifeminismus, wie organisiert sich die deutsche szene und an welchen stellen des internets sind sie zu finden? inwiefern bieten ungestrafte und belächelte digitale gewalt den nährboden für misogyne (straf-)taten? was bedeutet das für (netz)feministinnen?

13.oo – 14.oo pause//vokü

14.oo – 18.oo
ws II: mach es selbst – siebdruck workshop (teil zwei) – alte mu
ws III: diy-zine (teil zwei) – alte mu

14.oo – 18.oo
ws IV: „PorYes – feministische pornografie“

[ines hoehne, mitarbeiterin bei sexclusivitäten]

in der frauenbewegung existiert seit den 70ern ein flügel, der sich freudenaktivistisch für weibliche pornografie und alternativen zur mainstream-darstellung von sexualität eingesetzt hat. im workshop wird ein geschichtlicher überblick mit einem fokus auf europa gegeben, wir stellen den feministischen pornfilmpreis PorYes vor und diskutieren an filmausschnitten die kriterien für feministische pornografie.

14.oo – 18.oo
ws V: schreibwerkstatt – kreatives feministisches schreiben *flt*i only

[zara zerbe]

ein workshop für alle flt*i, die spaß an worten und lust auf schreiben haben. mit dabei: kreativität ankurbeln, wortfelder erkunden, neue ausdrucksformen finden. – anmeldung erforderlich.

2o.oo konzert
daisy chain [athen]. refpolk und dj kaikani [berlin]
„The Future Is Still Unwritten…“

S O N N T A G – 1 7 . M A I


12.oo – 15.oo
ws VI: “wider die ismen” – anti-rassismus workshop

[natasha a. kelly]

in diesem workshop werden wir dem ursprung des deutschen rassismus auf die spur gehen, seine konnektivität zu sexismus herausarbeiten und einen zusammenhang zu klassismus herstellen. – anmeldung erforderlich.

12.oo – 15.oo
ws VII: safer sex – alternative verhütungsmethoden

[zweiteiliger workshop von lisa preller und marianne hamm]

teil a: input „safer sex“: wie kann ich mich vor STIs (sexuell übertragbaren infektionen) schützen? welche übertragungswege gibt es? worauf muss ich bei gemeinsamer sextoynutzung achten etc. ? ein input aus queerer perspektive.

Und für alle, die sich für schwangerschaftsverhütung interessieren, schließt teil b an:
teil b: workshop „alternative schwangerschaftsverhütungsmethoden“: pille und kondom – klar! aber schon mal was von der verhütungskette oder vom frauenkondom gehört? ist doch sowieso nich so sicher wie die pille? von wegen! es gibt durchaus einige alternativen zu pille und kondom. von hormonellen verhütungsmitteln über barrieremethoden bis zur „natürlichen methode“ haben wir allerhand infos, erfahrungswerte und anschauungsmaterial dabei. wir schaffen zwar keine eins-zu-eins-verhütungsberatung, aber es wird zeit geben, in der du dir gedanken darüber machen kannst, was für dich bei der schwangerschaftsverhütung wichtig ist. wir freuen uns auf austausch und vielleicht gehst du ja mit einer alternative mehr nach hause.. – anmeldung erforderlich

ab 15.oo abschluss: gemütlicher ausklang bei kaffee, kuchen und musik
siebdruck allerlei und fanzine vorstellung. raum für reflexion und feedback.
verabschiedung…ade!