Programm

(Ver-)Kleidungssalon

Aufruf für den diesjährigen (Ver-)Kleidungssalon

Bringt alle eure schönsten aussortierten Kleider mit und dann bauen wir im Backstage einen wunderbaren Kleidungssalon auf – juhu!
Dort können das ganze Wochenende Klamotten ausgesucht, getauscht werden – let’s get (un-)dressed 💕

Ausführliches Programm 5.0

FREITAG

Freitag, Workshop I: Feminist Fanzine
Workshop mit Alexa

wie ihr alle wisst, feiern wir dieses jahr den fünften geburtstag des LaDIYfest kiels. wir freuen uns schon sehr und können es kaum erwarten mit euch zu feiern!! deswegen möchten wir dieses jahr auch gerne ein Feminist Fanzine gestalten, dass alle am ende des festes mit nach hause nehmen können – um erinnerungen festzuhalten, zu weinen, zu lachen, zu lieben, sich zu stärken. lasst uns unsere geschichten teilen, wie wir feminist_innen wurden, was unsere feminitische perspektiven sind und unsere feministische praxis. der workshop findet am freitag, den 8. juni um 14 uhr in der kneipe der hansa48 statt. während des workshops reden wir über die bedeutung von fanzines, besonders in feminitischen bewegungen und werden selber kreativ. es ist kein muss eine seite bei dem workshop zu entwerfen. wenn du einfach lust hast dabei zu sein, bist du ebenso willkommen! magazine zum collagen basteln und weitere materialien werden da sein aber bringt gerne noch eigene sachen zum basteln mit. scheren, kleber, stifte, zeitschriften und was euch sonst noch so einfällt. das wär toll!

für alle, die beim workshop nicht dabei sein können, ihre geschichten aber trotzdem teilen möchten: ihr könnt eine A4 seite mit euren feministischen perspektiven, eurer geschichte, eurer feministischen praxis an ladiyfest.kiel[at]posteo.de schicken. seid inspiriert zu zeichnen, zu malen, zu schreiben, zu stickern, collagen zu entwerfen.

wenn ihr beim workshop dabei sein wollt, schreibt einfach eine mail an ladiyfest.kiel[at]posteo.de

Freitag, Workshop II: Schrei-Gesang
Workshop mit Anna

„Du schreist ja so geil wie ein Kerl“ – hörte ich viel zu oft in 15 Jahren meiner Banderfahrung. Ob Metal, Punk oder Hardcore, FLTI* Personen sind arg unterrepräsentiert. Das will ich ändern.

Die Plätze in dem Workshop sind begrenzt – Anmeldung per Mail an ladiyfest.kiel[ät]posteo.de

Freitag, Workshop III: Krank und pervers. Sexpositiv und behindert gegen jede Autorität
Workshop mit der AG krankhaft queer feministisch feat. Korsakoff Cunts

Der Workshop richtet sich ausschließlich an behinderte und/oder chronisch kranke Personen. Ob euch das betrifft, könnt ihr selbst am besten einschätzen, ihr braucht keinen offiziellen Grad der Behinderung, um teilnehmen zu können. Der Workshop ist auf 12 Teilnehmer_innen begrenzt und wird ca. 3 Stunden dauern.

Die AG krankhaft queer feministisch und die Korsakoff Cunts bitten alle perversen Kranken und kranken Perversen zum Nachmittagsworkshop. Eine kurze Einführung später befinden wir uns schon tief in allem, was das queere, perverse und kranke (Sex)Leben zu bieten hat und sortieren ein bisschen aus: Spaß und Genuss dürfen bleiben, Scham und Schuld können weg. Wer uns sagt, was uns gut tut, sind wir selbst und wir finden gemeinsam Wege, Autoritäten und Fremdbestimmung zu sabotieren. Es darf gelacht und aus dem Nähkästchen geplaudert werden. Aber niemand soll ausgelacht werden oder sich schämen müssen. Wir bieten keinen Schutzraum und kein pädagogisches Konzept, sondern ein paar Stunden, die wir gemeinsam gestalten, um herauszufinden, wie schön frei und pervers wir vielleicht sein können.

Die Plätze in dem Workshop sind begrenzt – Anmeldung per Mail an ladiyfest.kiel[ät]posteo.de

SAMSTAG

Samstag Vormittag, Workshop I: Selbstverteidigung und Selbstbehauptung
Workshop mit Jule und Lisen von fit&fight

Selbstverteidigung ist mehr als das Erlernen von Kampftechniken. Sich selbst zu verteidigen beginnt mit einem selbstbewussten Auftreten und damit zu erkennen, wenn Andere die eigenen Grenzen überschreiten.

In unserem Kurs werden daher Übungen zur Selbstbehauptung, zu deeskalativem Verhalten und einfach zu erlernende Kampfsporttechniken vermittelt. Besonders die Kampfsportübungen geben den Teilnehmer_innen dabei die Möglichkeit, die eigene körperliche und mentale Stärke zu erleben!
In den 2 Stunden des Kurses können wir nur einen kurzen Einblick in das Thema vermitteln. Wir möchten die Ansatzpunkte und Möglichkeiten zur Selbstverteidigung aufzeigen und hoffen die TeilnehmerInnen zu motivieren, sich weiter damit zu beschäftigen!

Bringt bitte bequeme Kleidung und etwas zu trinken für den Workshop mit! Die Plätze in dem Workshop sind begrenzt – Anmeldung per Mail an ladiyfest.kiel[ät]posteo.de

Samstag Vormittag, Workshop II: Feminismus®? Vom Ausverkauf einer politischen Bewegung
Workshop mit Dominique

Feminismus ist im popkulturellen Mainstream angekommen – ob in den Medien, Film & Fernsehen, oder auf der Kleiderstange. Doch wollten wir da überhaupt hin? Und was passiert mit den Inhalten, die eigentlich hinter dem Wort „Feminismus“ stehen? Ist überall dort, wo „Feminismus“ drauf steht, auch Feminismus drin? Und was hat all das mit der Kommerzialisierung und kapitalistischen Vereinnahmung des Feminismus zu tun? Hat es vielleicht auch etwas gutes, dass auch Menschen, die sich im Mainstream bewegen, mit feministischen Botschaften konfrontiert werden? Diese und weitere Fragen möchte ich gern mit euch diskutieren. Nach einem Input wird es viel Raum für Diskussionen geben.

Samstag Nachmittag, Workshop I: Erkennen, Benennen, Handeln – Strategien zur Selbstbehauptung und respektvollen Kommunikation
Workshop mit Lea und Al_x

Da bist du aber jung Mutter geworden – hast du denn nicht verhütet?!
Ja klar, heutzutage sind ja alle trans*!
Du könntest so hübsch sein, wenn du nicht all diese Tattoos hättest!
Willst du denn nicht endlich mal einen anständigen Job machen?
Du bist bestimmt nicht deutsch, oder? Du siehst jedenfalls nicht so aus!

Vielen von uns sind solche oder vergleichbare Aussagen bereits häufig begegnet. Entweder sie treffen uns direkt oder wir erleben mit, wie eine andere Person einer solchen Attacke ausgesetzt ist.
Wenn Menschen dreiste Fragen stellen, beispielsweise das Aussehen, die politische Einstellung oder den Lebensstil anderer ungebeten kommentieren, die Identität einer Person anzweifeln oder unsichtbar machen, oder beurteilen, wen sie*er liebt, was sie*er tut oder welche Entscheidungen sie*er trifft, dann handelt es sich hierbei um Grenzübertritte.
Zwar fühlen wir uns in einer solchen Situation sehr unwohl, angegriffen oder verunsichert – doch häufig wissen wir nicht, wie wir uns verteidigen sollen oder eingreifen können, wenn andere betroffen sind. Im Nachhinein denken wir dann oft: „Hätte ich doch dieses oder jenes dazu gesagt!“
In unserem Workshop wollen wir zunächst gemeinsam Situationen und Gegebenheiten herausarbeiten, in denen es besonders häufig zu (mehr oder weniger subtilen) verbalen Angriffen kommt und uns darüber klar werden, warum es uns bisher oft nicht gelungen ist, uns zu wehren oder anderen angemessenen Support zu geben.
In einem zweiten Teil werden wir Strategien entwickeln, wie wir uns Attacken entgegenstellen können, uns in unangenehmen Situationen Unterstützung holen und welche Möglichkeiten wir haben, zur Stelle zu sein, wenn andere auf unseren Support angewiesen sind. Außerdem richten wir unseren Blick darauf, wie wir selbst dafür Sorge tragen können, anderen respektvoll zu begegnen und ihre Grenzen zu wahren.

Ziel unseres Workshops ist es, zu lernen, wie wir im Zweifelsfall immer selbstsicherer und auf eine empowernde Weise reagieren können, statt uns Situationen hilflos ausgeliefert zu fühlen.

Die Plätze in dem Workshop sind begrenzt – Anmeldung per Mail an ladiyfest.kiel[ät]posteo.de

Samstag Nachmittag, Workshop II: Lustvoll Nein sagen
mit Joris Kern

Nein markiert eine Grenze und setzt im Notfall ein Stopp. Großartig! Aber auch kein Wunder, dass wir diese Art von Nein versuchen zu vermeiden.
Dabei hat das Notfall-Nein viele Freundinnen, die sich spielerisch, lustvoll und sicher anfühlen können. Diese Arten von Nein zu etablieren nimmt dem Nein an sich viel von der aufgeladenen Schwere. Undramatische Neins machen Raum zum Experimentieren auf und sind ein schöner Baustein von authentischem Kontakt.
Nein kann sich anfühlen wie eine andere Art, Ja zu sagen: zu sich selbst, zu Im-Kontakt-Bleiben, zu Verantwortung für das, was passiert. Nein ist auch eine wichtige Voraussetzung für Ja: Nur, wenn ich sicher bin, dass ich Nein sagen kann und mein Nein respektiert wird, kann sich ein Ja wirklich frei anfühlen.
Also lasst uns unser Nein feiern!

Ich, Joris Kern gebe seit Jahren Workshops zu Sexualität mit dem Fokus auf Konsens, meist in FLTI*-Räumen, gelegentlich auch für alle Geschlechter. Das macht mir großen Spaß und ist mir ein wichtiges Anliegen. Seit meiner Kindheit interessieren mich Freiräume im Spiel mit Geschlechterrollen.

SONNTAG

Sonntag, Workshop I: safer sex und sex positivity
mit dem Fuck Yeah Sexshopkollektiv

Im ersten Teil sprechen wir darüber, warum es überhaupt wichtig ist, Safer Sex zu praktizieren. Wie kann das praktisch funktionieren und wie sprechen wir miteinander darüber? Im zweiten Teil widmen wir uns der Frage, was es mit der „Sexpositivität“ auf sich hat. Woher kommt der Begriff und was können wir damit anfangen, in unseren sexuellen Praktiken und in unserem restlichen Leben? Es wird jeweils Input von uns geben, und danach Raum für Austausch und Diskussion.

Sonntag, Workshop II: vandal grrrlz* – DIY Graffitiworkshop

DIY Workshop über die Geschichte, Künstler*innen und das Sprühen selbst, um am Ende gemeinsam eine Wand zu malen und ein Bild an die Wand zu bringen. Material stellen wir!

Die Plätze in dem Workshop sind begrenzt – Anmeldung per Mail an ladiyfest.kiel[ät]posteo.de

Programm 5.0

Das Programm für das diesjährige LaDIYfest vom 8.-10. Juni ist da – juhuu! Einige Workshops haben nur begrenzte Plätze, meldet euch also am besten vorab unter ladiyfest.kiel[ät]posteo.de an. In anderen Workshops wird es aber viele Plätze geben, sodass ihr auch einfach ohne Anmeldung vorbeikommen könnt. Haltet die Augen offen, die Programmflyer werden demnächst an einigen Orten in Kiel ausliegen! Und nicht vergessen: wir brauchen eure Spenden! (s. Spendenaufruf unten)

Love,
eure LaDIYfest Crew

Programm 5.0

Save the Date! LaDIYfest Kiel vom 8.-10. Juni 2018

Juhuu! Das LaDIYfest Kiel – freiraum, feminismus, popkultur feiert fünfjähriges Jubiläum!

Save the date: 8.-10. Juni Kiel // Hansa48 // Kiel

Das LaDIYfest Kiel ist ein queerfeministisches Veranstaltungswochenende. Seit 2014 leistet das LaDIYfest queerfeministische Arbeit in Kiel und bringt Feminist_innen zusammen, die sich vernetzen, austauschen und gemeinsam gegen patriarchale Strukturen kämpfen. Dieses Jahr findet das LaDIYfest in Kiel bereits zum fünften Mal statt und feiert Geburtstag: Einige Referent_innen aus den letzten Jahren sind eingeladen und die Orga hat sich neue tolle Programmpunkte überlegt. Das Fuck Yeah – Sexshopkollektiv ist dabei und Magda Albrecht liest aus „Fa(t)shionista“. Aktivist_innen aus Kiel sind ebenfalls mit Workshops und Vorträgen beteiligt. Nicht fehlen darf natürlich die FLT*I* Kneipe an beiden Abenden und die Party am Samstag mit lokalen Lieblings-DJ_s!

Aufgrund des rechts-konservativen Backlashs und Antifeminismus, der in Deutschland und international alarmierend ist, ist feministische Vernetzung wichtiger denn je!

Feminismus – hell yeah!

Die LaDIYfest-Crew freut sich auf ein tolles Wochenende!

Helfer_innen sind herzlich willkommen und es wird eine eine Bettenbörse geben. Den Termin für das erste Helfer_innentreffen geben wir bald bekannt. Wir freuen uns über jede Unterstützung beim Fest, beim Aufbau, beim Abbau, über Essensspenden, beim Umbau und vieles mehr :)

Das Programm wird hier bald veröffentlicht – stay tuned!

Programm laDIYfest 4.0

Juhuuuu – unser Flyer für das laDIYfest 4.0 ist fertig <3
In weniger als zwei Wochen geht es los, wir sind schon ganz aufgeregt!!

Unten findet ihr den Flyer sowie Texte für die jeweiligen Programmpunkte – diese ergänzen wir nach und nach.
Meldet euch am besten direkt für die Workshops an – die Plätze sind begrenzt und so geht ihr sicher, mitmachen zu können! Einfach eine Mail an ladiyfest.kiel[at]posteo.de. Kommt aber natürlich auch gerne einfach so vorbei, ab und an sind noch Plätze frei und es gibt viele weitere spannende Aktionen <3

Programmflyer in hoher Auslösung hier zum Download:

ProgrammflyerLaDIYfest2017

Flyer2017front

Flyer201porgramm

Das Programm hier auch noch mal als Tabelle, hier ebenfalls zum Download!

laDIYfest2017_als_Tabelle

FREITAG

Vortrag: Juhu! Los geht`s! Begrüßung durch die LaDIYfest-Crew.
Wir stellen uns und unsere Arbeit vor. Ausblick auf das Fest, Raum für organisatorische Fragen.

WS I: Das Behaarte und das Unbehaarte mit Roxy
Workshop und Diskussionsrunde zum Thema Enthaarungsnorm und Haarlosigkeitsdiktat mit Roxy (+ lecker veganem Süßkram).
Wie bestimmt der aktuelle Diskurs die Wahrnehmung weiblicher* Körper? Wieso werden nur unsere unbehaarten Körper als ästhetisch und „weiblich“ empfunden? Wie wird überhaupt entschieden, was als „normschön“ bzw. attraktiv gilt und was sagt das Ganze eigentlich über unsere Gesellschaft aus?

WS II: Chalk Walk mit Alexa – *Reclaim the Streets* (Treffpunlt: hansa48)
Kreativer Stadtspaziergang – Inspiriert und gut gelaunt mit Sprühkreide in Kiel spazieren gehen.

WS III: Zara Zerbe – Hoch-Tief-Satzbau. Ideen, Geschichten&mehr. Schreibwerkstatt.
Hinter jedem Text, ob nun auf Papier gedruckt, handgeschrieben, gebloggt oder auf einer Bühne vorgetragen, steckt eine Idee, eine Aussage, eine Geschichte, die erzählt werden will. Doch wie verwandle ich eine Idee in einen Text? Und wie finde ich dabei die Sprache, mit der ich meinen Gedanken am besten Ausdruck verleihen kann? Diesen Fragen gehen wir nach einem kreativen Warm-Up gemeinsam auf den Grund. Neben einigen praktischen Übungen gibt es genügend Raum und Zeit, in einer entspannten Atmosphäre an eigenen Texten zu arbeiten. Bei Bedarf gibt es auch die Möglichkeit, Texte für das Open Mic am Abend vorzubereiten oder sogar eine kleine Generalprobe einzulegen. Ganz egal, ob ihr zum ersten Mal etwas zu Papier bringen wollt oder schon drei Romane in der Schublade habt – die Schreibwerkstatt steht allen offen, die Spaß an Sprache, Worten und Texten haben.
Das dürft ihr gern mitbringen:
* Ein Schreibwerkzeug eurer Wahl – Laptop, Notizbuch, Bleistift und Papier oder sogar eine klackernde Schreibmaschine (Papier und Stifte sind auf jeden Fall vorhanden)
* Ideen!
* angefangene oder fertige Texte (ist aber kein Muss!)

SAMSTAG

Vortrag: „A stage of her* own?! – queer-feministische Lichtblicke & Strategien in Punk und Pop.“
Von X-Ray Spex zu Tribe 8 zu Peaches zu G.L.O.S.S — Spätestens seitdem Trans-Punk Laura Jane Grace von Against Me! ihre Geburtsurkunde mit der Ansage ‚gender is over‘ auf der Bühne verbrannt hat, dringen Stimmen und Performances abseits der Heteronorm in die seit jeher medial männlich dominierte, massenkompatiblere Punk + (Indie-) Pop Szene. Genderbender, queer-, trans- Personen* und andere Frauen* sind aber seit Jahrzehnten — leider oft übersehener oder verborgen gebliebener — Teil von Punk in allen Variationen. In diesem Vortrag, der kein richtiger werden soll, werden einige genau dieser verborgenen Vorbilder*innen vorgestellt und (wieder-)entdeckt.

WS I: Rad‘n'Roll mit Fahrradmechanikerin Anni (Fahrradselbsthilfewerkstatt im Hof)
Basteln, schnacken und schrauben mit Fahrradmechanikerin Anni. Sie erzählt was über ihre Erfahrungen als Frau und Mechanikerin in der cis-männlich dominierten Fahrradszene. Ihr könnt eure Fahrräder mitbringen. Es kann gebastelt werden und getüftelt. Anni hat das Know-How, Tipps und Tricks für euch.

WS II: Sexismus im Kontext von Arbeit und Bildung
Gemeinsamer Erfahrungsaustausch und Strategiensuche Die Bezeichnung „Arbeit und Bildung“ ist hierbei weit gefasst, in unserem Workshop soll es um Sexismuserfahrungen in unterschiedlichen Abhängigkeitsverhältnissen außerhalb des privaten Bereichs gehen. Dies kann sowohl der Arbeitsplatz, die Uni oder die Schule sein, aber auch Situationen beim Arzt oder bei Behördenterminen.
Wir möchten mit euch Erfahrungen austauschen, herausfinden was „Sexismus“ eigentlich (für uns) bedeutet und gemeinsam Lösungsstrategien für Alltagssituationen erarbeiten.
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und einen verbindenden, kraftvollen und einfühlsamen Workshop mit euch.
Eigene Erfahrungen mit Sexismus in diesem Kontext sind keine Teilnahmevoraussetzungen, bzw. ist selbstverständlich niemand verpflichtet über Erfahrungen zu sprechen, wenn sie das nicht möchte.
Voller Vorfreude auf das ladyfest 4.0
Frauke, Hanna, Juli und Lea

WS III: AG krankhaft queer feministisch
Chronische Krankheit/Behinderung in (queer)feministischen Zusammenhängen.
Diese Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Personen mit chronischer Krankheit und/oder Behinderung. „Schwere“ der Beeinträchtigung(en) ist kein ausschließendes Kriterium. Ziel ist es, der Frage nachzugehen, wie feministische Räume für uns besser zu nutzen wären. Als Personen mit chronischer Krankheit und/oder Behinderung erleben wir in (queer)feministischen Räumen Gewalt durch Diskriminierung. Unsere Veranstaltung soll dazu dienen, Wege zu finden, diese Diskriminierung zu benennen und zu bekämpfen.
Dinge, die während der Vorbereitung aufgekommen sind, waren unter anderem:
Drüber reden: wie bezeichne ich mich und andere? Welche Worte und Beschreibungen finde ich angemessen, welche empfinde ich als entwürdigend oder verletzend? Warum muss ich immer wieder erleben, dass ich übergangen oder falsch gelesen werde?
Leistungsfähigkeit: was fordert es von mir als chronisch kranke/behinderte Person, feministisch organisiert zu sein? Das betrifft Arbeiten in Gruppen und auch die Nutzung von Orten, hier konkret das LaDIYfest Kiel. Welche empowernden Bezeichnungen ließen sich für „Nicht-Belastbarkeit“ finden? Warum macht es einen Unterschied, ob eine Einschränkung dauerhaft oder vorübergehend ist?
(Un)Sichtbar sein: muss ich mich in feministischen Zusammenhängen verstecken? Welche Rolle spielt es, ob eine Krankheit/Behinderung „sichtbar“ ist? Was bedeutet es für mich, mich in solchen Zusammenhängen zu „outen“?
Selbstsorge: inwieweit bin ich in der Lage, meine Bedürfnisse zu artikulieren? Wie können Zusammenhänge so arbeiten, dass ich mitarbeiten kann? Welche Leistung muss ich bringen, um überhaupt teilnehmen zu können? Welche Reaktionen brauche ich, um mich respektiert zu fühlen? Was für andere Reaktionen erfahre ich stattdessen und was für Konsequenzen ziehe ich daraus?
Zur Durchführung: Ziel ist es, eine empowernde Diskussion zu führen, an der sich alle, je nach ihren Möglichkeiten, beteiligen können. Sollte vorab etwas zu klären sein, möchten wir euch ermuntern, uns dies bei der Anmeldung mitzuteilen. Anmeldung unter der laDIYfest-Mailadresse (ladiyfest.kiel [at] posteo.de). Wer teilnimmt, ist für sich selbst verantwortlich. Alle bestimmen, ob und wie viel sie sich einbringen. Bitte beachten: dies ist keine Selbsthilfegruppe. Die politische Dimension unserer Lebenssituationen soll im Vordergrund stehen, nicht die jeweilige Diagnose oder Krankengeschichte. Die Veranstaltung richtet sich allerdings explizit auch an solche Personen, die ihre eigene Erfahrung in feministischen Strukturen als nicht vorhanden oder gering einschätzen.
Wir haben einen ruhigen Raum für uns allein, in dem die Möglichkeit besteht, sich zu bewegen und sich zwischendurch auszuruhen.
Zur AG: wir haben die Vorbereitung zu dieser Veranstaltung übernommen, weil uns selbst diese Fragen und Probleme direkt angehen. Wir haben uns entschieden, eine Veranstaltung zu konzipieren, die unseren Erfahrungen und Bedürfnissen entspricht. Es war und ist nicht unser Anspruch, ein komplettes Bild von chronischer Krankheit bzw. Behinderung zu präsentieren, noch möchten wir theoretisches Wissen vermitteln. Wir gehen von unseren praktischen Erfahrungen in unterschiedlichen feministischen Zusammenhängen aus und nehmen diese als Ausgangspunkt für unsere Arbeit in der Vorbereitung. Direkt auf der Veranstaltung sind wir somit auf eure Bereitschaft angewiesen, selbstverantwortlich teilzunehmen.
Eine Teilnahme mit schweren, akut ansteckenden Infektionskrankheiten ist leider nicht möglich, auf Grund von zu hoher Gefährdung anderer Teilnehmender mit kritischer Immunlage.

SONNTAG

Katzenfrühstück mit Kaffee und Kuchen

WS I: Vandal Grrrlz* – Graffiti
DIY Workshop über die Geschichte, Künstler*innen und das Sprühen selbst, um am Ende gemeinsam eine Wand zu malen und ein Bild an die Wand zu bringen.

WS II:“Feminismus global denken: ökologisch, ökonomisch und sozial!“ – Interaktiver Workshop mit Dominique, Fanny, Katharina und Julia
Politische Kämpfe passieren oft losgelöst voneinander, dabei wären gerade angesichts der sozial-ökologischen Krisen starke Allianzen und intersektionale Bündnisse notwendig. Daher soll es in unserem Workshop darum gehen, feministische Perspektiven auf die multiplen Krisen dieser Zeit zu entwickeln und zu diskutieren.
Unter den Folgen des Klimawandels, unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung in globalen Wertschöpfungsketten leiden weltweit unverhältnismäßig viele Frauen*, vor allem im Globalen Süden. Aber auch im Globalen Norden sind es meistens Frauen*, welche die Sorge- und Reproduktionsarbeit übernehmen und dafür kaum materielle und ideelle Anerkennung bekommen. In dem Workshop wollen wir diskutieren, ob und wie die drei ausgewählten Bereiche Klimawandel, Arbeitsbedingungen und Sorgearbeit miteinander zusammenhängen und welche Handlungsoptionen wir uns aus feministischer Sicht vorstellen können.
Lasst uns gemeinsam Feminismus globaler denken und mit vielfältigen politischen Kämpfen verknüpfen – für eine zukunftsfähige Welt!