Programm laDIYfest 4.0

Juhuuuu – unser Flyer für das laDIYfest 4.0 ist fertig <3
In weniger als zwei Wochen geht es los, wir sind schon ganz aufgeregt!!

Unten findet ihr den Flyer sowie Texte für die jeweiligen Programmpunkte – diese ergänzen wir nach und nach.
Meldet euch am besten direkt für die Workshops an – die Plätze sind begrenzt und so geht ihr sicher, mitmachen zu können! Einfach eine Mail an ladiyfest.kiel@posteo.de. Kommt aber natürlich auch gerne einfach so vorbei, ab und an sind noch Plätze frei und es gibt viele weitere spannende Aktionen <3

Programmflyer in hoher Auslösung hier zum Download:

ProgrammflyerLaDIYfest2017

Flyer2017front

Flyer201porgramm

Das Programm hier auch noch mal als Tabelle, hier ebenfalls zum Download!

laDIYfest2017_als_Tabelle

FREITAG

Vortrag: Juhu! Los geht`s! Begrüßung durch die LaDIYfest-Crew.
Wir stellen uns und unsere Arbeit vor. Ausblick auf das Fest, Raum für organisatorische Fragen.

WS I: Das Behaarte und das Unbehaarte mit Roxy
Workshop und Diskussionsrunde zum Thema Enthaarungsnorm und Haarlosigkeitsdiktat mit Roxy (+ lecker veganem Süßkram).
Wie bestimmt der aktuelle Diskurs die Wahrnehmung weiblicher* Körper? Wieso werden nur unsere unbehaarten Körper als ästhetisch und „weiblich“ empfunden? Wie wird überhaupt entschieden, was als „normschön“ bzw. attraktiv gilt und was sagt das Ganze eigentlich über unsere Gesellschaft aus?

WS II: Chalk Walk mit Alexa – *Reclaim the Streets* (Treffpunlt: hansa48)
Kreativer Stadtspaziergang – Inspiriert und gut gelaunt mit Sprühkreide in Kiel spazieren gehen.

WS III: Zara Zerbe – Hoch-Tief-Satzbau. Ideen, Geschichten&mehr. Schreibwerkstatt.
Hinter jedem Text, ob nun auf Papier gedruckt, handgeschrieben, gebloggt oder auf einer Bühne vorgetragen, steckt eine Idee, eine Aussage, eine Geschichte, die erzählt werden will. Doch wie verwandle ich eine Idee in einen Text? Und wie finde ich dabei die Sprache, mit der ich meinen Gedanken am besten Ausdruck verleihen kann? Diesen Fragen gehen wir nach einem kreativen Warm-Up gemeinsam auf den Grund. Neben einigen praktischen Übungen gibt es genügend Raum und Zeit, in einer entspannten Atmosphäre an eigenen Texten zu arbeiten. Bei Bedarf gibt es auch die Möglichkeit, Texte für das Open Mic am Abend vorzubereiten oder sogar eine kleine Generalprobe einzulegen. Ganz egal, ob ihr zum ersten Mal etwas zu Papier bringen wollt oder schon drei Romane in der Schublade habt – die Schreibwerkstatt steht allen offen, die Spaß an Sprache, Worten und Texten haben.
Das dürft ihr gern mitbringen:
* Ein Schreibwerkzeug eurer Wahl – Laptop, Notizbuch, Bleistift und Papier oder sogar eine klackernde Schreibmaschine (Papier und Stifte sind auf jeden Fall vorhanden)
* Ideen!
* angefangene oder fertige Texte (ist aber kein Muss!)

SAMSTAG

Vortrag: „A stage of her* own?! – queer-feministische Lichtblicke & Strategien in Punk und Pop.“
Von X-Ray Spex zu Tribe 8 zu Peaches zu G.L.O.S.S — Spätestens seitdem Trans-Punk Laura Jane Grace von Against Me! ihre Geburtsurkunde mit der Ansage ‚gender is over‘ auf der Bühne verbrannt hat, dringen Stimmen und Performances abseits der Heteronorm in die seit jeher medial männlich dominierte, massenkompatiblere Punk + (Indie-) Pop Szene. Genderbender, queer-, trans- Personen* und andere Frauen* sind aber seit Jahrzehnten — leider oft übersehener oder verborgen gebliebener — Teil von Punk in allen Variationen. In diesem Vortrag, der kein richtiger werden soll, werden einige genau dieser verborgenen Vorbilder*innen vorgestellt und (wieder-)entdeckt.

WS I: Rad‘n'Roll mit Fahrradmechanikerin Anni (Fahrradselbsthilfewerkstatt im Hof)
Basteln, schnacken und schrauben mit Fahrradmechanikerin Anni. Sie erzählt was über ihre Erfahrungen als Frau und Mechanikerin in der cis-männlich dominierten Fahrradszene. Ihr könnt eure Fahrräder mitbringen. Es kann gebastelt werden und getüftelt. Anni hat das Know-How, Tipps und Tricks für euch.

WS II: Sexismus im Kontext von Arbeit und Bildung
Gemeinsamer Erfahrungsaustausch und Strategiensuche Die Bezeichnung „Arbeit und Bildung“ ist hierbei weit gefasst, in unserem Workshop soll es um Sexismuserfahrungen in unterschiedlichen Abhängigkeitsverhältnissen außerhalb des privaten Bereichs gehen. Dies kann sowohl der Arbeitsplatz, die Uni oder die Schule sein, aber auch Situationen beim Arzt oder bei Behördenterminen.
Wir möchten mit euch Erfahrungen austauschen, herausfinden was „Sexismus“ eigentlich (für uns) bedeutet und gemeinsam Lösungsstrategien für Alltagssituationen erarbeiten.
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und einen verbindenden, kraftvollen und einfühlsamen Workshop mit euch.
Eigene Erfahrungen mit Sexismus in diesem Kontext sind keine Teilnahmevoraussetzungen, bzw. ist selbstverständlich niemand verpflichtet über Erfahrungen zu sprechen, wenn sie das nicht möchte.
Voller Vorfreude auf das ladyfest 4.0
Frauke, Hanna, Juli und Lea

WS III: AG krankhaft queer feministisch
Chronische Krankheit/Behinderung in (queer)feministischen Zusammenhängen.
Diese Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Personen mit chronischer Krankheit und/oder Behinderung. „Schwere“ der Beeinträchtigung(en) ist kein ausschließendes Kriterium. Ziel ist es, der Frage nachzugehen, wie feministische Räume für uns besser zu nutzen wären. Als Personen mit chronischer Krankheit und/oder Behinderung erleben wir in (queer)feministischen Räumen Gewalt durch Diskriminierung. Unsere Veranstaltung soll dazu dienen, Wege zu finden, diese Diskriminierung zu benennen und zu bekämpfen.
Dinge, die während der Vorbereitung aufgekommen sind, waren unter anderem:
Drüber reden: wie bezeichne ich mich und andere? Welche Worte und Beschreibungen finde ich angemessen, welche empfinde ich als entwürdigend oder verletzend? Warum muss ich immer wieder erleben, dass ich übergangen oder falsch gelesen werde?
Leistungsfähigkeit: was fordert es von mir als chronisch kranke/behinderte Person, feministisch organisiert zu sein? Das betrifft Arbeiten in Gruppen und auch die Nutzung von Orten, hier konkret das LaDIYfest Kiel. Welche empowernden Bezeichnungen ließen sich für „Nicht-Belastbarkeit“ finden? Warum macht es einen Unterschied, ob eine Einschränkung dauerhaft oder vorübergehend ist?
(Un)Sichtbar sein: muss ich mich in feministischen Zusammenhängen verstecken? Welche Rolle spielt es, ob eine Krankheit/Behinderung „sichtbar“ ist? Was bedeutet es für mich, mich in solchen Zusammenhängen zu „outen“?
Selbstsorge: inwieweit bin ich in der Lage, meine Bedürfnisse zu artikulieren? Wie können Zusammenhänge so arbeiten, dass ich mitarbeiten kann? Welche Leistung muss ich bringen, um überhaupt teilnehmen zu können? Welche Reaktionen brauche ich, um mich respektiert zu fühlen? Was für andere Reaktionen erfahre ich stattdessen und was für Konsequenzen ziehe ich daraus?
Zur Durchführung: Ziel ist es, eine empowernde Diskussion zu führen, an der sich alle, je nach ihren Möglichkeiten, beteiligen können. Sollte vorab etwas zu klären sein, möchten wir euch ermuntern, uns dies bei der Anmeldung mitzuteilen. Anmeldung unter der laDIYfest-Mailadresse (ladiyfest.kiel [at] posteo.de). Wer teilnimmt, ist für sich selbst verantwortlich. Alle bestimmen, ob und wie viel sie sich einbringen. Bitte beachten: dies ist keine Selbsthilfegruppe. Die politische Dimension unserer Lebenssituationen soll im Vordergrund stehen, nicht die jeweilige Diagnose oder Krankengeschichte. Die Veranstaltung richtet sich allerdings explizit auch an solche Personen, die ihre eigene Erfahrung in feministischen Strukturen als nicht vorhanden oder gering einschätzen.
Wir haben einen ruhigen Raum für uns allein, in dem die Möglichkeit besteht, sich zu bewegen und sich zwischendurch auszuruhen.
Zur AG: wir haben die Vorbereitung zu dieser Veranstaltung übernommen, weil uns selbst diese Fragen und Probleme direkt angehen. Wir haben uns entschieden, eine Veranstaltung zu konzipieren, die unseren Erfahrungen und Bedürfnissen entspricht. Es war und ist nicht unser Anspruch, ein komplettes Bild von chronischer Krankheit bzw. Behinderung zu präsentieren, noch möchten wir theoretisches Wissen vermitteln. Wir gehen von unseren praktischen Erfahrungen in unterschiedlichen feministischen Zusammenhängen aus und nehmen diese als Ausgangspunkt für unsere Arbeit in der Vorbereitung. Direkt auf der Veranstaltung sind wir somit auf eure Bereitschaft angewiesen, selbstverantwortlich teilzunehmen.
Eine Teilnahme mit schweren, akut ansteckenden Infektionskrankheiten ist leider nicht möglich, auf Grund von zu hoher Gefährdung anderer Teilnehmender mit kritischer Immunlage.

SONNTAG

Katzenfrühstück mit Kaffee und Kuchen

WS I: Vandal Grrrlz* – Graffiti
DIY Workshop über die Geschichte, Künstler*innen und das Sprühen selbst, um am Ende gemeinsam eine Wand zu malen und ein Bild an die Wand zu bringen.

WS II:“Feminismus global denken: ökologisch, ökonomisch und sozial!“ – Interaktiver Workshop mit Dominique, Fanny, Katharina und Julia
Politische Kämpfe passieren oft losgelöst voneinander, dabei wären gerade angesichts der sozial-ökologischen Krisen starke Allianzen und intersektionale Bündnisse notwendig. Daher soll es in unserem Workshop darum gehen, feministische Perspektiven auf die multiplen Krisen dieser Zeit zu entwickeln und zu diskutieren.
Unter den Folgen des Klimawandels, unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung in globalen Wertschöpfungsketten leiden weltweit unverhältnismäßig viele Frauen*, vor allem im Globalen Süden. Aber auch im Globalen Norden sind es meistens Frauen*, welche die Sorge- und Reproduktionsarbeit übernehmen und dafür kaum materielle und ideelle Anerkennung bekommen. In dem Workshop wollen wir diskutieren, ob und wie die drei ausgewählten Bereiche Klimawandel, Arbeitsbedingungen und Sorgearbeit miteinander zusammenhängen und welche Handlungsoptionen wir uns aus feministischer Sicht vorstellen können.
Lasst uns gemeinsam Feminismus globaler denken und mit vielfältigen politischen Kämpfen verknüpfen – für eine zukunftsfähige Welt!


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