Archiv für August 2014

Raputation!

Hier der Text der Pressemitteilung, als kleine Erinnerung. Kommt zahlreich!

raputation: *female hip-hop fest*
am 13. september in der hansa48

das laDIYfest kiel präsentiert einen abend mit vier rapper_innen, die in ihren texten mutig und kritisch aussprechen, was sie tagtäglich erleben: kiels lokale lieblingsrapperinnen Presslufthanna und Jess kritisieren gesellschaftliche machtverhältnisse und rufen dazu auf, den eigenen weg zu finden. die queer-femme_inistische künstlerin Raging Femme aus berlin textet und singt für das gute leben, mit wut, humor und leidenschaft, Tice aus düsseldorf zeigt mit ihrer ep „each one, tice one“, wie wichtig es ist sich gegenseitig zuzuhören, um voneinander lernen zu können. im hinterhof starten wir um 18.3o gemütlich in den abend, mit einem veganen bbq, um anschließend beim konzert ab 20.oo im saal der hansa48 die verhätnisse zum tanzen zu bringen. die gesamten einnahmen des abends fließen als soli ins nächste laDIYfest in kiel. wir freuen uns auf euer zahlreiches erscheinen und einen wundervollen abend.

female rap concert am 13/09.

start: 18.3o, eintritt: 5-1o euro (3 euro für diejenigen, die nicht mehr bezahlen können)

Und noch der Link zur Hansa 48, dem Ort der glorreichen Veranstaltung:
http://www.hansa48.de/index.php?nr=programm

Kleine Trickkiste für’s LaDIYfest zum Selberbauen

Hier sollen ein paar Dinge festgehalten werden, die bei der Organisierung für das LaDIYfest Kiel 2014 als Erfahrungen oder Ideen entstanden sind. Wir wurden von Menschen, die selbst ein LaDIYfest organisieren wollen, nach Tipps und Tricks gefragt: hier ist eine Auswahl. Verschiedene Personen schreiben hier, dieser Text wurde aus Beiträgen von drei Autor_innen zusammen gefasst. Es geht los!

Wichtig und immer wieder unterschätzt: die eigenen Kapazitäten vorher klären. Wer tut was, und was verbindlich? Die Erfahrung zeigt, dass die Anstrengungen, die Planung und Durchführung mit sich bringen, gern falsch eingeschätzt wird. Sich nicht kleinmachen ist gut, aber niemand soll sich total überarbeiten. Drüber sprechen, wie viel Zeit/Kraft jede_r hat, wer welche Aufgaben übernimmt und das festhalten.

Das wäre auch schon der zweite Punkt: die Arbeit als Gruppe und jede für sich sollte dokumentiert werden. Schriftlich fest zu halten, was besprochen wird, welche Ideen aufkommen und welche Entscheidungen getroffen werden, erleichtert die Arbeit, und kann helfen, Missverständnisse zu vermeiden. Und ebenso wichtig: auf diese Weise wird eine spätere Auswertung erleichtert.

Spannt eure Freund_innen mit ein. Menschen wollen vielleicht nicht organisieren und planen, aber gern in der Küche oder bei Auf- oder Abbauen helfen. Gebt allen Helfer_innen eine feste Uhrzeit und eine Ansprechpartner_in.

Kürzer:

1. Vor dem Fest: dokumentierte, transparente Planung, Zeitplan aufstellen, Jobs und Zuständigkeiten verteilen. Nicht zu straff, immer noch als Gruppe mal Zeit haben für inhaltliche Diskussion oder Kaffeepause. Werbung nicht unterschätzen, nicht alles über Facebook regeln.
2. Beim Fest: Ruhepausen schaffen und zwischendurch auch Zeit einplanen, um selbst teilnehmen zu können an all den guten Veranstaltungen. Feste Verantwortlichkeiten helfen, B-Plan zur Entlastung Einzelner sollte es allerdings auch geben. Helfer_innen sollten wissen, an wen sie sich wenden, aber: DIY nicht vergessen. Leute können/sollen auch selbst was tun, um das Fest mit zu gestalten.
3. Nach dem Fest: Ruhe genießen, sich als Gruppe beglückwünschen, gemeinsam Essen. Eine Auswertung machen, die für das nächste Fest hilfreich ist. Nicht vergessen: bisschen stolz sein tut gut.

Vielleicht ergänzend: Nicht nur wild planen, sondern sich fokussieren: Wen wollen wir erreichen? Was sind unsre gemeinsamen Ziele und wie können wir diesen gemeinsam näher kommen? Inhaltliche und theoretische Auseinandersetzungen in der Gruppe sind wichtig, um sich auf einen (oder mehrere) Weg/e zu einigen, sich selbst kennenzulernen und zu wissen, warum das Ganze eigentlich gemacht wird.
Ich denke, dass ist ziemlich wichtig, weil wir feststellen mussten, dass sowas auch schnell mal zu kurz kommen kann. Wenn dann eine Positionierung erforderlich ist, kann es auch wehtun, wenn festgestellt wird, dass andere Menschen ganz andere Dinge im Sinn haben. Darum würde ich sagen: sich auf eine Perspektive (oder mehrere, die sich irgendwie vertragen) zu einigen, ist durchaus sinnvoll.
Als ergänzung würde ich noch schreiben, dass es wichtig ist auch grenzen zu setzen. also zu reflektieren, was man erreichen möchte, was davon realistisch erreichbar ist, sich aber auch einzugestehen, dass mensch grenzen hat und keinen anspruch auf vollkommenheit. das also am ende immer noch fragen offen sein können, das aber einem ladiyfest keinen abbruch tut, sondern viel mehr anknüpfungspunkte bietet, für die weitere arbeit. also ziele aber auch grenzen setzen und gucken: was können wir? was können wir nicht? und das transparent machen.
was ich auch noch wichtig fände: ladiyfeste folgen keiner schablone, sondern können sich mit den verschiedensten inhalten auseinandersetzen. d.h. kein ladiyfest muss gleich sein, sondern lässt sich individuell gestalten. als orga-team hat mensch die freiheit die inhalte zu wählen und die schwerpunkte zu setzen, die dem jeweiligen orga-team grade besonders wichtig sind bzw. die sie inhaltlich bedienen können. das ist, finde ich, eine der großartigen dinge an dem konzept ladiyfest. es folgt einer gewissen tradition ist aber total beweglich in seiner inhaltlichen schwerpunktsetzung und gestaltung.

Zwischenstopp

Viel los in der Gruppe: wir planen das FrauenRapKonzert im September, in neuer Konstellation. Außerdem soll hier demnächst ein kleiner Beitrag erscheinen, der für andere Menschen, die selbst was planen, vielleicht hilfreich sein kann. Darüber hinaus haben wir uns entschlossen, die ‚Kieler Erklärung gegen Antisemitismus‘ zu unterzeichnen: http://gegenantisemitismus.wordpress.com/kieler-erklarung-gegen-antisemitismus/

Es geht also weiter, wer mitmachen möchte, ist gern willkommen. Ziel ist das LaDIYfest 2015! Aber erst schon mal Datum merken: Rap in der Hansa 48, 13.09., Female HipHop vom Feinsten!

female rap concert am 13/09.